Donnerstag, Februar 09, 2017

Sind uns Statussymbole zu wichtig?


Könnt ihr euch noch an den Hype für die Eastpak Rucksäcke oder diese Plateau Buffalo`s erinnern? Ich glaube das war in den 90er und bei den jungen Leuten sehr angesagt. Meine Tochter war damals um die 10, 11 Jahre und besaß beides. Unter den Kids waren diese Buffalo´s damals eine Art Statussymbol. Mich erinnerten sie eher an Bügeleisen, ich fand sie unmöglich. Unmöglich finde ich auch, dass dieser Trend wieder aufgegriffen werden soll. Aber das ist heute nicht mein Thema. Ich habe mir ehe Gedanken über Statussymbole und It-Pieces gemacht. Denn alle paar Monate wird eine andere Tasche von einem teuren Label in den Himmel gehoben. Doch dieser Tumult um ein Stück Leder entsteht auch nicht zufällig, sondern wird bewusst kreiert. Von der Werbung, Product-Placements und Doppelseiten in Magazinen. 

Aber auch durch Influencern und Bloggern. Ist euch schon mal aufgefallen, dass ganz viele junge Blogger oft die gleiche Tasche hypen? Mir kommt es dann so vor, dass eine damit anfängt, und alle anderen ziehen mit. Wenn nicht, besteht die Gefahr nicht dazuzugehören. Doch diesen Rudel-Effekt gibt es nicht nur unter den Bloggern. Ich frage mich, ob es immer nur um das Objekt selbst geht, oder weil das Produkt ein ganz bestimmtes Image widerspiegelt. Gehöre ich zu den "Coolen" weil ich Chloé Susanna Boots trage? Werde ich von den Menschen mit anderen Augen wahrgenommen, wenn ich das ganze Ledersortiment von Louis Vuitton besitze? Bin ich ein Teil der Elite, nur weil ich mit Fell gefütterten Gucci Slipper durch die Gegend laufe? Vielleicht sind wir ja von all den coolen Menschen und tollen Fotos überwältigt, die uns täglich auf Instagram begegnen. Aber unser Leben ändert sich nicht, nur weil wir uns ebenso diese Erkennungszeichen anschaffen. Eine Chloe Bag macht aus mir noch kein #Chloegirl. Wenn ich mir was kaufe, nur weil es gerade angesagt ist, bin ich noch lange keine Trendsetterin, sondern wohl eher eine Mitläuferin. Doch einer der ältesten Wünsche auf der Erde, ist das Dazugehören wollen. Wir Menschen sind Herdentiere. Wir sehnen uns nach Beachtung und Gleichgesinnten. 



Wie wichtig uns Mensch bestimmte Marken sind, sehe ich immer wieder auf Instagram. Hier habe ich den Eindruck, je mehr Status-Marken die Account-Besitzerin an sich baumeln hat, um so mehr Anhänger hat er.  


  

Kommentare:

  1. Guten Morgen,
    Beim Morgenkaffee lese ich deine Zeilen. Da ist so viel Wahres, leider. Ich bin ja auch schon mindestens in der Mitte des Lebens angekommen und muss doch feststellen, dass auch ich sehr beeinflussbar bin. Die sogenannten Influencer tun ihr übriges dazu und die Firmen sind anscheinend flott dabei zB diese eine Tasche an möglichst viele Blogger zu verschenken #sponsored. Detox Tee, Gewürzmischungen, Taschenkalender etc. etc. Ich kann es manchmal echt nicht mehr sehen... Außer LV Taschen - die nerven mich irgendwie selten ;-) Aber wenn du so fragst, ich bin ein Aigner Girl. Das ist vielleicht gerade nicht so angesagt, aber ich finde das Preis-Leistungsverhältnis optimal und ich liebe alle meine Aigner Taschen auch nach Jahren noch. Also du siehst, Nachhaltigkeit ist gegeben. Trotzdem habe ich immer wieder Phasen in denen ich mir wünsche und auch vornehme etwas weniger konsumgeil zu sein. Klappt eher mäßig, auch dank Instagram. Natürlich weiß ich trotzdem, die wirklich wichtigen Dinge im Leben kann man nicht kaufen: Liebe, Gesundheit, Frieden, wahre Freundschaft und Glück. Wir sollten einfach mal zufrieden sein mit dem was wir haben und nicht immer nur nach dem schauen, was noch zum vermeintlichen Glück fehlt. Ich denke die Grundbedürfnisse sind bei den meisten von uns gedeckt, diese Glück haben nicht alle Menschen auf dieser Welt. Bisschen mehr Demut täte ganz gut. Oh oh der moralische Zeigefinger 🤔Ich höre mal besser auf hier. Ich wünsche dir einen wundervollen Tag ❤️

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  2. Guten Morgen, an mir ist der Hype um gewisse Marken vorbei gegangen... die Preise sind einfach oft zu überhöht. Und für mich sind es Statusmodelle UNTER Frauen- mal ehrlich, wieviel Männer interessieren sich dafür.. Und das finde ich schade! Unsere stressige Welt braucht mehr Empathie und weniger Konkurrenz.. Liebe Grüße Annie

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    1. Da klinke ich mich ein, denn so geht es mir auch. Außerdem "bringen" Statussympbole nur was, wenn man sich in einer Umgebung bewegt, die das "zu schätzen weiß" und das ist bei mir zum Glück nicht der Fall. Sprich: ich könnte die neueste It-Bag tragen... und keiner bekäme es mit und ich käme mir ziemlich blöd vor, weil ich eine Tasche im Wert eines Kleinwagens trage. ;)

      Diese weißen Buffalos hatte ich damals auch. Furchtbar. Bin damit direkt die Treppe in der U-Bahn runtergeflogen und war schlagartig kuriert.

      LG Anna

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  3. Die wichtigen Dinge im Leben mal außen vor gelassen - die stehen überhaupt nicht zu Disposition: Mir gefallen weder die Chloe Susanna Boots (so 90er), noch die Gucci Fell Slipper (machen für mich keinen Sinn - im Winter brauche ich Stiefel und im Sommer kein Fell im Schuh) und ich besitze auch keine einzige Louis Vuitton Tasche (hab Louis Vuitton Sperre, weil jedes zweite 16jährige Mädchen so eine Tasche trägt).
    Dennoch besitze ich einige Teile etablierter Premiummarken, seien es Taschen, Schuhe, Schmuck. Und ja, es sind Statussymbole, es ist müßig, das abzustreiten. Diese Teile liegen mir am Herzen und sie machen mich fröhlich, weil sie jedes Outfit aufwerten. Allerdings achte ich bei solchen Investitionen darauf, dass es klassische Teile sind, die nicht aus der Mode kommen und lange Zeit tragbar sind. Ich würde niemals so viel Geld für ein gerade gehyptes It Piece ausgeben.
    Man muss sich bei solchen Dingen immer fragen: gefällt mir das Teil, weil es zu meinem Stil und meiner Lebenseinstellung (und zu meinem Budget) passt oder gefällt es mir, weil ich es ständig präsentiert bekomme. Im Laufe der Zeit entwickelt man da, denke ich, seinen eigenen Standpunkt und tappt nicht mehr jedem Hype in die Falle.

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  4. Hallo liebe Cla, das fängt schon mit einer tollen Vase an die ich mir kaufe..weil die im Laden so toll hinpasst..ich sollte mir dann den ganzen Laden kaufen..weil ..zu hause sieht sie nicht ..mehr so schön ..aus...was ich sagen will...wir wollen uns das Gefühl kaufen...aber das ist kostenlos und ..tief in uns und unbezahlbar..das war ein langer Post. Liebe Grüße von Elke

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  5. Morning Cla! Oh well, I do share all your thoughts, I think is something is always existed from when I have memory and I went to highschool..lol there were typical bags and backpacks in those years and if didnt own them u werent cool. But the thing is still now, getting worse with bloggers and digital influencer..if u think they really could influence the market and people's mind. Btw, if u are tired of ur bag, please give it to me!:P Have a nice day mein freund, hugs! xo

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  6. Liebe Cla
    Ich finde es tatsächlich unmöglich, wie gewisse Labels die Blogger- und Instagram-Szene regelrecht überfluten. An diesen Sachen habe ich mich dann recht schnell satt gesehen. Aber es gibt ganz wenige Teile, die mir auch sehr gut gefallen und es in mir ziemlich laut "haben will" ruft.
    Allerdings ist mein Kleider- und Schuhschrank sehr überschaubar, vor allem jetzt in der Winterzeit. Ich achte sehr auf gute Qualität, besitze aber nur ganz wenige Designerstücke.
    Müsste ich mich mit Marken identifizieren, wären dies ganz klar Stella McCartney und Diane von Fürstenberg. Beides nicht Trendlabels. Von Stella habe ich auch eine Tasche aus der wundervollen Falabella Linie. Auch wenn ich sie nicht soviel trage, macht sie mir Freude. Momentan möchte ich mich etwas belohnen und denke über eine Louis Vuitton Sac Noé Grand aus Epi-Leder nach. Allerdings Second Hand, da ich die Patina mag und es die gewünschte Farbe neu gar nicht mehr gibt. Aber ich zögere vor allem aus dem Grund, weil ich mir nicht sicher bin, ob ich wirklich wie gefühlte 100'000 andere mit einer Louis Vuitton Tasche rumlaufen möchte. Auch wenn es nicht eine Standardtasche mit dem Monogramm Logo wäre. Mal schauen.
    Ich wünsche dir einen wunderbaren Tag und grüsse dich ganz lieb
    Ana

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  7. Hallo,
    ich habe mich an solchen Trendteilen immer sehr schnell satt gesehen und ab einem gewissen Punkt gehen sie mir auch ziemlich auf die Nerven. Da der neue Instagram-Algorithmus nach Relevanz des Bildes geht, hat man sehr schnell seinen Feed voller Taschen... -_- Ich habe lieber schöne Sachen, die kein anderer hat.
    Mein Umfeld hat eh keine Ahnung von Marken und Designern. Einige meiner Freunde würden mir wahrscheinlich den Vogel zeigen, wenn ich ein Teil nur wegen des Namens kaufen würde. Mir sind Namen auf den Sachen ziemlich egal; wer soll mir denn hinten auf das Schildchen gucken (große, gut sichtbare Logos finde ich ziemlich billig) und daraufhin über mich urteilen? Hauptsache, Qualität und Preis stimmen!

    Liebe Grüße,
    Jessi

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  8. We as human are making things more expensive by brand hype gives the brand title to increase due to popularity.

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  9. Wollte mein Kommentar eigentlich hier posten, war dann so in Gedanken und habe das bei Instram gemacht 🙈

    Guten Tag liebe Cla..
    Eine schöne Tasche ist schon etwas Feines, egal von welcher Marke.
    Ich persönlich mag beides Vuitton und Chloe. Das war es aber auch schon.
    Denn im Leben gibt es soooo viel mehr als Handtaschen.
    Leider nimmt das Thema Taschen hier bei Instagram inzwischen ziemlich extreme Formen an.
    Habe gestern Aus Versehen auf die Lupe in der Instagram App gedrückt und war geschockt über das was ich dort sah.
    Auf fast jedem 3. Foto sieht man Chanel bags & Co., das sieht aus, als wenn sich der Mensch nur über seine Handtasche definiert. Schrecklich!
    Wo bleibt da das Individuelle, der persönliche touch?
    Der Herdentrieb lässt grüßen!
    Für mich sieht das aus wie geklont..
    Ich liebe deinen Blog und deinen Insta account, weil Du eine besondere Frau bist❗ 😍 und nicht wegen deiner Chloe Handtasche 😂

    Liebe Grüße ... Rita / east of the sun

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  10. Bei manchen dieser gehypten Teile frage ich mich, warum die plötzlich alle so toll finden, ab und zu sehe ich aber auch etwas, das ich selbst schon auch gerne hätte. Da ich nicht in der entsprechenden preislichen Liga spiele, kann ich mir diese Designer-It-Pieces aber eh nicht leisten.

    Auf etwas niedrigerem Niveau muss ich allerdings schon sagen, dass ich schon irgendwie das Gefühl habe, ein Outfit aufzuwerten, wenn ich meine Second-hand-Chloe-Tasche dazu trage, speziell wenn es sich um ein Outfit handelt, das ich für den Blog fotografieren will. Obwohl ich natürlich weiß, dass meine Ledertasche ohne Label genauso wertig ist und dass meine Tasche von H+M den Job des Sachen-Tragens letztenendes genauso gut macht.

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  11. P.S.: Von der 11.Klasse bis zum Studium war meine burgunderrote Eastpak-Umhängetasche (kein Rucksack) sowas wie mein liebster Begleiter ;-)

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  12. Hallo Cla,
    ich habe nur wenige Dinge, die als Status-Symbol oder it-Piece bezeichnet werden. Vieles gefällt mir nicht, manches finde ich einfach überteuert. Klar, es gibt Dinge, die mir gefallen. Dann frage ich mich: Würde ich den Preis dafür wirklich zahlen wollen? Und damit ist das Thema in der Regel erledigt. Weil diese Dinge mir nicht so viel Geld wert sind.
    Vor Instagram habe ich vieles noch nicht einmal gekannt :)

    Meine älteste Tochter ist, obwohl inzwischen 16, resistent gegen it-Pieces. Finde ich gut und auch in der Schule/ Freundeskreis sind Marken kein wirkliches Thema. Ich bin gespannt, ob das so bleibt.

    Liebe Grüße
    Andrea

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  13. EvelinWakri wakri@gmx.at9. Februar 2017 um 20:42

    Liebe Cla! Wie beruhigend zu lesen, dass ich mit meiner Meinung nicht alleine bin! Ich lege Wert auf gute Qualität und die kann schon mal teuer sein und wenn ich viel Geld ausgebe, dann möchte ich etwas, dass nicht jede zweite umhängen oder an hat. Gebe aber auch zu so manches Mal nach Klamotten Ausschau gehalten habe, die ich auf Insta gesehen habe und alle bereits gepostet hatten!! Ich liebe italienische Marken und die sind im Netz nicht sehr verbreitet!! Deine Ansichten gefallen mir und Deine Ehrlichkeit schätze ich sehr!! Danke für diesen Post heute. Schönen Abend Evelin

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  14. Och, gegen das ein oder andere Statussymbölchen hätte ich nichts dagegen. Ich würde mich schon darüber freuen. Nur fehlt mir das nötige Geld dazu, bzw. es kommen immer ein paar Anschaffungen, die mir dann doch wichtiger sind. Also gegen eine Birkin Bag hätte ich nichts einzuwenden. Aber es geht auch ohne.
    Viele Grüße,
    Claudia

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  15. Ach, ich sehe schon, ich bin kein so ein extrem ausgeprägtes Herdentier. Wenn ich manches Neue schon an tausend Anderen gesehen habe, ist das oft fast schon eher ein Grund, diesen Trend nicht mitzumachen - vor allem, da ich es ausgesprochen hasse, wenn ich etwas mir Liebgewonnenes nach einiger Zeit plötzlich nicht mehr verwenden sollte, da es auf einmal megaout geworden ist. Und auch Statussymbole - tja, was bedeutet dieser Begriff überhaupt? Bin ich dann mehr wert, wenn ich so etwas besitze? Ich versuche durchaus, mich mit qualititiv guten und schönen Gegenständen bzw. Kleidungsstücken zu umgeben. Diese sollten aber auch einen Preis haben, der in meinen Augen dem tatsächlichem Wert entspricht. Dann darf es ggf. schon auch mal etwas mehr kosten. Aber nur für ein Image bzw. einen Designernamen alleine viel Geld auszugeben, das widerspricht mir einfach. Da gibt es nur ganz, ganz, ganz wenige Ausnahmen (die mir aber bislang immer noch nicht als so wichtig erschienen sind, dass ich mir so etwas tatsächlich schon angeschafft habe). Im Leben ist mir am Ende doch anderes wichtiger...

    Danke für das interessante Thema, das einen so herrlich zum Nachdenken anregen kann, und viele liebe Grüße noch!

    Hasi

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