Warum ich im Homeoffice den Kühlschrank verriegeln muss

Diese Woche hatte ich das erste Mal Homeoffice. Ja, ich weiß, nach einem Jahr anhaltender Pandemie und die halbe Welt im Home-Office, bin ich echt spät dran. Was hauptsächlich damit zusammenhängt, dass es bei uns in der Firma einfach nicht angeboten wurde. Generell gab es bei uns nie die Möglichkeit für Homeoffice. Als es nun vor wenigen Wochen von der Regierung auferlegt wurde, hat man sich bei mir auf der Arbeit notgedrungen doch mal damit auseinandersetzen müssen. Tja und als dann auch noch der ein oder anderen Corona-Fall bei uns aufgetreten ist und jedes Mal das komplette Büro in Quarantäne geschickt wurde, sind auch wir nicht mehr drumherum gekommen.

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Mit meiner Erfahrung über meine paar Tage Homeoffice, bin ich allerdings mehr als spät dran. Wahrscheinlich interessiert sich kein Mensch mehr dafür, was ich dazu zu sagen habe, einfach weil bereits alle Homeoffice erprobt sind. Trotzdem will ich zu dem Thema noch meinen Senf dazugeben. Zumindest, soweit ich das nach wenigen Tagen beurteilen kann.

Für mein Arbeiten von Zuhause aus, habe ich ein Firmenlaptop bekommen. Da das Teil nicht gerade groß ist, muss ich mir die Tage unbedingt einen riesigen Bildschirm anschaffen. Ebenso brauche ich unbedingt einen gescheiten Bürostuhl. Meine Esszimmerstühle sind auf Dauer nicht die bequemsten.

Damit ich das lange Sitzen ausgleichen kann, liegt neben meinem Arbeitsplatz eine ausgerollte Yogamatte, die ich jede Stunde für ein paar Minuten Dehnung nutze. Doch meine verspannte Haltung lockere ich damit nicht wirklich aus. Trotzdem gönne ich mir diese kleinen Streckeinheiten im Homeoffice. Dafür fallen ja die Kaffeepausen mit den Kollegen im Büro weg.

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Was ich bereits nach kurzer Zeit im Homeoffice bemerkt habe: Bei den Leuten, die sich über ihre zusätzlich angefutterten Corona-Pfunde beschweren, handelt es sich höchstwahrscheinlich eher um Homeoffice Speckröllchen. Zuhause ist der Gang zum Kühlschrank aber auch nicht all zu weit und man geht diesen Weg bestimmt auch öfters als sonst. Ich muss unbedingt daran arbeiten, hier einen Riegel davorzuschieben. Entweder vor die Kühlschranktür oder vor meinen Gelüsten nach Snacks.

Homeoffice ist für mich komplett neu, doch ich kann mir das gut für mich auf längere Sicht vorstellen. Noch bin ich hoch motiviert, mich zu Arbeitsbeginn frisch geduscht und mit geputzten Zähnen an meinem Homeoffice-Platz einzufinden. Ich hoffe, nicht irgendwann nachlässig zu werde und im Pyjama am Schreibtisch sitzen werde, nur weil ich davon ausgehe, nicht das Haus verlassen zu müssen.

Doch in Jogginghose möchte ich nicht den ganzen Tag herumlaufen. Das ist eigentlich meine Uniform in die ich mich werfe, sobald ich von der Arbeit nach Hause komme. Vorstellen könnte ich mir eher, im Homeoffice Kleidung zu tragen, in der man zwar angezogen aussieht, aber doch Homeoffice tauglich ist. Mal schauen, was mein Schrank so hergibt.

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Täglich werde ich kein Homeoffice machen können, denn nicht all meine Tätigkeiten gehen von Zuhause aus. Aber auch hier wird sich die Routine einfinden. Der Austausch mit meinen Lieblingskollegen fehlt mir schon. Doch dafür ist meine Praktikantin auf vier Pfoten, die mir im Homeoffice Gesellschaft leistet, darüber angetan, dass ich von Zuhause aus arbeite. Immer, wenn sie der Ansicht ist, ich könnte eine kleine Pause gebrauchen, versucht sie sich zwischen mein Laptop und mir zu platzieren, um ihre Streicheleinheiten einzufordern. Let´s have a break, let´s have a Kittycat.

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Über Loungewear bzw. was ich Zuhause trage, habe ich schon mal letztes Jahr im April geschrieben. Wie sieht bei euch Homeoffice aus? Habt ihr euch damit gut arrangiert?

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8 Kommentare

  1. März 3, 2021 / 9:33 am

    Liebe Cla,
    das, was du auf den Fotos trägst, sieht doch schon sehr homeofficable aus.. Ich freue mich, dass du dich damit positiv anfreunden kannst, denn dann wird es auch richtig gut.
    Und mit einer Praktikantin geht die Arbeit ja noch mal so schnell ;)).
    Hab einen schönen Mittwoch und weiterhin viel Spaß
    Nicole

  2. März 3, 2021 / 10:36 am

    Mit Home Office musste ich mich auch erst mal anfreunden. War immer gerne im Büro, aber seit letztes Jahr eigentlich nur noch vom Homeoffice. Mein Mann kennt das sehr gut, weil er selbst immer vom Homeoffice gearbeitet hat. Ich weiß nicht wie häufig in der Anfangszeit zum Kühlscjrank pder zum Eisfach gelaufen bin um was zu naschen. Inzwischen habe ich es immerhin geschafft nicht immer die Jogginghose anzuziehen.

  3. Pet
    März 3, 2021 / 2:02 pm

    Liebe Cla,
    Dein Senf liest sich sehr unterhaltsam. Ich beneide jeden im Homeoffice. Ins Büro muss ich jeden Tag. Angeblich geht kein Homeoffice, haha. Als Asthmatiker bin ich inzwischen fast ängstlich, weil kein Ende in Sicht t ist. Mit einer Katze den Schreibtisch zu teilen hört sich wunderbar an. Genieße den Wechsel zwischen Büro und Homeoffice, denn beides hat sein gutes. Wunderbaren Wochenteiler für Dich Pet

  4. Tina von Tinaspinkfriday
    März 3, 2021 / 3:37 pm

    Oh ja das glaube ich Dir sofort. Bei mir ist es eher anders. Ich bekomme in der Praxis mehr zu Essen. Die Patienten spendieren uns oft Leckereien, Kochen sogar oder backen Kuchen. 😁 Es ist immer etwas Leckeres vor Ort. Das ist Zuhause nicht der Fall. Aber ich kann auch kein Homeoffice arbeiten. Mein Sohn hat sich nach einem Jahr im Homeoffice jetzt einen sehr teuren Bürostuhl geleistet. Ich kann ihn verstehen. Gut sitzen ist wichtig. Falls Du länger Zuhause arbeitest kommst Du wohl nicht drumrum.
    Schönes Outfit, steht Dir sehr gut. Und das Helle tut meinen Augen gut, die allerdings immer bei den Schuhen hängen bleiben. 😉
    liebe Grüße Tina

  5. Susa
    März 3, 2021 / 6:46 pm

    Liebe Claudia,

    willkommen im Club.
    Beim Home Office scheiden sich tatsächlich die Geister.

    Vor Corona war ich dankbar, einen Tag in der Woche von daheim arbeiten zu dürfen, da ich einen 2-stündigen Anfahrtsweg (4Std. Fahrtzeit täglich) hatte. Als ich damals nach einem weiteren Tag Home Office fragte, wurde das seitens Arbeitgeber strickt abgelehnt.

    Seit einem Jahr sind wir nun „dazu angehalten“, von daheim aus zu arbeiten – bisher jeder mit seinem privaten Equipment, mit geschütztem Zugang auf den virtuellen Arbeitsplatz in der Firma. Nun bekommen wir Firmenlaptops, mit denen es erfahrungsgemäß noch eine ganze Weile dauern wird, bis mal alles so läuft, wie es soll.

    Home Office bedeutet für mich nun: höhere Strom-, Wasser- und im Winter auch Heizkosten, denn der Arbeitgeber sträubt sich dagegen, auch nur irgendetwas zu erstatten. (Dafür rühmt man sich nun, einen grünen Award für weniger Energieverbrauch bekommen zu haben. Der schwarze Peter liegt ja nun beim Arbeitnehmer dessen Energieverbrauch erheblich gestiegen ist.)
    Einen IT-Support für den Anschluss beider Geräte muss ich auch zahlen (gehöre leider zu den Leuten, die sich nicht trauen, das alles alleine miteinander zu verbandeln).
    Da ich das Job-Ticket auch privat nutzen kann, habe ich es nicht gekündigt, zahle also auch die Fahrtkosten weiter, die ich w/Home Office aber nicht wie früher von der Steuer absetzen kann.

    Als Alleinstehende fehlt mir der persönliche Kontakt mit den Kollegen sehr, was sich aber auch nach Corona nicht ändern wird, da diese alle Familie haben und heilfroh sind, nun immer von daheim aus arbeiten zu können. Sprich: sollte ich irgendwann wieder in die Firma gehen dürfen, bin ich dort alleine ohne mein Team, kann also genausogut daheim bleiben.
    Leider musste ich – wie viele andere „Heimarbeiter“ auch – die Erfahrung machen, dass sich Home Office nicht immer gut auf die Seele auswirkt. Therapie und Medikamente waren die Folge.

    Wie man sieht: des einen Freud ist des anderen Leid.
    Also ich könnte gut und gerne wie vor Corona ohne Home Office leben.

    Die „Speckröllchen“ denke ich, beruhen weniger auf der Nähe zum Kühlschrank sondern eher auf dem Mangel an Bewegung. Der tägliche Stress, früheres Aufstehen und die Rennerei zu Bus und Bahn verbrauchen doch mehr Kalorien als die 5 Meter ins Arbeitszimmer. Und wer nicht genug diszipliniert ist, diese Bewegung nach Feierabend nachzuholen, nimmt automatisch zu.

    Den Jogginganzug habe verbannt, seitdem wir die Meetings nicht mehr telefonisch sondern über Zoom abhalten. Und „unten ohne“ ist nicht so mein Ding 😉

    Bin übrigens auch der Meinung, dass Du das ideale Home Office Outfit trägst.

    Sorry, für den langen Roman, aber das musste ich mal loswerden :))

  6. Hasi
    März 3, 2021 / 6:53 pm

    Beim Anblick Deiner gelben Tasche plagt mich gerade leicht der Liebeskummer, denn ich hatte letztes Jahr beim Shoppen auch mal ganz heftig mit einer fast gleichen Tasche geflirtet – und als ich mir endlich ganz, ganz sicher war, dass das unbedingt meine Tasche werden muss, dass wir ganz gewiss füreinander bestimmt sind…da war sie doch glatt schon weg. Also wirklich, so eine untreue Tasche… 😄 Und das Homeoffice finde ich bislang wirklich super. Ganz ohne Büro geht es auch bei mir nicht, aber das macht nichts, so bekomme ich nämlich doch noch immer einige meiner Kollegen zu Gesicht. Es ist aber wirklich faszinierend, wie schnell und flexibel mein Arbeitgeber hier die notwendigen Grundlagen geschaffen hat, soviel Speed bin ich normalerweise gar nicht von ihm gewohnt, huch. Mit Jogginghose morgens ans Werk gehen, das mag ich auch nicht, mich bekommt der Computer immer wenigstens halbwegs ordentlich gekleidet zu Gesicht. Und wenn dann Feierabend ist, dann krame ich genüsslich die gemütliche Legging und einen Kuschelpulli hervor – das ist dann quasi mein symbolisches „Ausstechen am Zeiterfassungsgerät“. Aber – ich habe beim Lesen vorhin festgestellt, hier in der Wohnung fehlt wirklich eine Katze. 😉
    Liebe Grüße und noch weiterhin soviel Spaß mit dem Homeoffice und mit der aufmerksamen Praktikantin! Liebe Grüße
    Hasi

  7. März 4, 2021 / 12:38 pm

    Hi Cla,
    also ich muss zugeben, dass ich im Homeoffice eher im Flodderstyle unterwegs bin. Beschönigend könnte man es noch „Blogger“ Style nennen, die kommen ja schließlich auch mal in Leisurewear daher…
    Anyway. Ich starre auf einen Mini-Bildschirm, weil ich nicht bereit bin meine Wohnung zu verschandeln…
    Viel Spaß und Erfolg. Wird ja vermutlich noch ein bisschen dauern…

    LG Nicole

  8. EvelinWakri
    März 5, 2021 / 11:44 pm

    Liebe Cla!
    Sage und schreibe am 11.3.2020 war mein allerletzter Bürotag und seitdem befinde ich mich im Homeoffice.
    Inzwischen ist aus dem Gästezimmer ein Arbeitszimmer geworden, alles wie in der Firma. Auch mit den Kolleginnen wird mal ein Telefon- oder Videoplauscherl gehalten und Kleidungstechnisch noch keinen Tag in der Buxe gesessen. Fast so als ginge ich in die Bank, vielleicht etwas lässigere Kleidung. Make-up Augen und Lippen, der Rest nur gute Gesichtscreme.
    Die Pandemieröllchen versuche ich jetzt so los zu werden, dass ich zum Hula Hoopreifen greife, wenn mich die Gelüste nach Snacks oder Süßigkeiten überfallen. Schau Ma mal wie lange Willi meinem innerem Schweinhund entgegenhalten wird. Für mich ist es inzwischen der perfekte Übergang in die Pension und so verliere ich die Angst nur noch zu Hause zu sein.
    Für Dich alles Gute im Homeoffice und bleib bitte gesund
    Herzliche Grüße Evelin

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