Auch Altern muss erst mal gelernt werden

Seit einiger Zeit folge ich auf Instagram einer Frau aus Japan. Diese Frau ist über 70 Jahre alt und wenn ich es richtig verstehe, schreibt sie eine Fashion-Kolumne in der Zeitschrift ELLE Japan. Ich weiß gar nicht, wie ich auf ihren Account aufmerksam wurde. Doch die Frau hat mich gleich zweimal beeindruckt. Zum einen gefällt mir ihr Kleidungsstil. Sie kleidet sich sehr modisch, aber doch schlicht. Also ganz so, wie ich es für mich bevorzuge. Zum anderen finde ich ihre Ausstrahlung so toll. Sie wirkt auf mich sehr entspannt und angekommen. Sie ist mit all ihren Falten im Gesicht, die ihr mit 70 Jahren absolut zustehen, einfach eine schöne Frau und ich glaube sie macht sich null Gedanken über das Altern.

Ich will damit nicht sagen, dass Menschen mit Falten grundsätzlich nicht schön sein können. Nur bei ihr fällt es mir diese Charisma besonders auf und hat mich zum Nachdenken angeregt. Denn ich gebe zu, ich hadere etwas mit meinem älter werdenden Gesicht. Keine Frage, ich finde mich immer noch durchaus attraktiv. Diejenigen, die hier regelmäßig lesen, wissen ja, dass ich schon kleine kosmetische Behandlungen in Anspruch genommen habe. Nach wie vor sind Hyaluronbehandlungen für mich wunderbare Methoden, die Zeit etwas stillstehen zu lassen. Kann man doch mit Hyaluronsäure super kleine Fältchen ausbessern und eingefallene Wangen wieder praller aussehen lassen. Doch mit zunehmendem Alter kommt zu den Falten auch noch die Schwerkraft hinzu – sprich hängende Haut.

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Um das dauerhaft auszugleichen, müssten die benötigten Hyalurondosen immer höher werden. Und genau hier besteht für mich die Gefahr, irgendwann ,,gemacht“ auszusehen. Denn ab einem gewissen Alter ist es eben auch unrealistisch, keinerlei Falten zu haben. Besonders auf Instagram begegnen mir in letzter Zeit immer wieder Damen in meinem Alter, bei denen es der Arzt zu gut gemeint hat. Manchmal ist es ein schmaler Grat, zwischen natürlich frisch und einfach nur künstlich auszusehen. Deshalb ist nicht nur unbedingt eine gute Beratung bei einem Hautarzt des Vertrauens wichtig, sondern man selbst sollte sich auch gut im Blick haben.

Doch eigentlich wollte ich heute gar nicht über Schönheitsbehandlungen reden, sondern über das Annehmen des optischen Älterwerdens. Hier gebe ich offen zu, dass ich mit dem Altern ein Problem habe. Ich kann mir einfach nicht vorstellen in 10 oder 15 Jahren ein richtig faltiges Gesicht zu haben. Auch wenn man immer so schön sagt, Falten wären die Linien des Lebens, kann ich mich damit nicht anfreunden.

Doch vielleicht muss ich in mein faltiges Gesicht auch erst hineinwachsen, mich daran gewöhnen. Ich fühle mich noch zu ,,jung“, um mich mit vielen Falten zu akzeptieren. Mir kommt es vor, als hätte ich eben erst noch ein jugendliches, pralles Gesicht gehabt und über Nacht bin ich alt geworden. Mit der vollen Packung Falten, Hängebacken und schlaffes Kinn komme ich noch nicht ganz klar. Ich bin eben immer noch in einem Alter, in dem ich mir meine Jugend zurückwünsche. Es sind ja nicht nur die Falten, die sich im Alter immer tiefer ins Gesicht eingraben, der ganze Körper verändert sich. Optisch sieht mein Body gerade so aus, als hätte ich um die Hüften 2 Kilo zugenommen. Dabei ist es nur die abgesackte Haut meines Körpers, die jetzt auf Hüfthöhe hängengeblieben ist. Da es heute auch nur um die Optik gehen soll, will ich von den ganzen Wehwehchen, die sich gefühlt täglich bei mir einschleichen, gar nicht erst sprechen.

Ich glaube das ist etwas vergleichbar mit dem Annehmen der Tatsache, dass man im Alter irgendwann mal gehen muss. Für mich wäre es jetzt nicht auszudenken, irgendwann nicht mehr miterleben zu können, wie sich das Leben meiner Tochter weiterentwickelt. Wie sie heiratet und Kinder bekommt. Es ist nicht so, dass ich mir täglich Gedanken über meinen eigenen Tod mache. Doch wenn ich mal darüber nachdenke, ist es für mich unvorstellbar nicht mehr hier zu sein. In den letzten Jahren habe ich einige Male festgestellt, dass alte Menschen dem Tod entspannt gegenübertreten. Sie wissen, es kommt die Zeit zu gehen und nehmen das einfach an. Auch das ist wohl ein Prozess des Älterwerdens, in den man hineinwachsen muss.

Der Alterungsprozess besteht aus verschiedenen Phasen, in denen man schrittweise lernt damit umzugehen. Da kann es durchaus auch mal vorkommen, in einem Stadium länger zu verweilen. Was jetzt auch nicht weiter schlimm ist, solange einem klar ist, dass der Alterungsprozess nicht wirklich aufzuhalten ist und es zum Leben dazu gehört, wie das Sterben auch. Tja, auch Altern muss gelernt sein.

Bei der Dame aus Japan, habe ich den Eindruck, sie macht sich null Gedanken über ihr ,,Alter“ und ihre Falten. Vielleicht muss ich Mental erst eine gewissen Stufe überschreiten, um dem Altern mit Gelassenheit entgegenzutreten.

Ähnliche Gedanken hatte ich im Juni 2019!

Meine hübsche Kette ist übrigens von Runte-Schmuck!

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26 Kommentare

  1. Juni 28, 2020 / 8:45 am

    guten Morgen…
    Ich sag nicht viel nur…
    Meine volle Zustimmung! Du sprichst mir aus der Seele!
    Hab nen schönen Sonntag

    • claudia
      Autor
      Juni 29, 2020 / 12:15 pm

      Danke liebe Anke, dir eine tolle Woche!

  2. Ria Anthes
    Juni 28, 2020 / 9:14 am

    Moin! Ich verstehe dich sehr gut.Niemals hätte ich gedacht das Falten mir so zu schaffen machen.Ich bin schon etwas älter als du.Mein Schminkspiegel sagt mir“geht doch noch.Aber mein Handy sagt:Schrunzelkartoffel guude wi dann.

    • claudia
      Autor
      Juni 29, 2020 / 12:16 pm

      Hihi… musste eben Schmunzeln wegen Schrunzelkartoffel.;) Ich denke bei mir eher an ausgetrocknete Pflaume. :)))
      Lieben Gruß

  3. Juni 28, 2020 / 10:07 am

    Muss man Altern wirklich lernen? Eigentlich wächst man ja in die verschiedenen Alterstufen hinein. Aber mittlerweile werden uns so viele Schönheitsideale vor die Nase gesetzt (Instagram, Facebook & Co.) bei denen ich mich immer frage: Wer oder was ist da noch echt? Mit Bildbearbeitsprogrammen ist ja vieles möglich.
    Ich bin im vergangenen Jahr 60 geworden und ich fühle mich nicht alt. Meine Omas waren damals „alt“,aber es hat sich für uns Frauen vieles verändert. Es gibt schöne Kleidung in bunten Farben. Meine Uroma hat ab einem gewissen Alter schwarz getragen. Es kommt darauf an, wie wir denken. Es gibt jumge Menschen, die „alt“ denken und ganz viele vermeintlich alte Menschen, die „jung“ denken. Wer bestimmt aber eigentlich,wann wer alt ist? Ich habe mich bereits im vergangenen Jahr dazu entschlossen mich langsam aber sicher vom Haarefärben zu verabschieden. Ich möchte zu meinen grauen Haaren stehen. Das war in Zeiten von Corona ohne Friseur ein Vorteil. Kein Ansatz war zu sehen. Ich bin dankbar für die Gene, die mir meine Familie mitgegeben hat und ich fühle mich auch nicht alt. Alt werden ist eine Einstellungssache, die ich nicht allein an einer Zahl festmache.

    • claudia
      Autor
      Juni 29, 2020 / 12:22 pm

      Liebe Susanne,
      ich glaube auch, dass die Social Medien dazu beitragen, mit sich selbst manchmal zu hadern. Früher hat man in den
      Modemagazine nur Models gesehen. Da war es klar, dass sie so toll ausschauen, sind ja auch Models. Heute sehen wir
      auf Instagram um Co. ganz normale Frauen wie du und ich, die umwerfend aussehen. Klar, dass Bearbeitunsapps dazu beitragen.
      Auf das Ausbessern meiner Falten auf Fotos verzichte ich. Da blicke ich lieber der Realität im Spiegel entgegen. 😉
      Gruß Cla

      • Claudia
        Juni 29, 2020 / 4:11 pm

        Hallo liebe Cla,
        da habe ich letztens einen schönen Spruch gelesen.
        „Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.“ S. Kierkegaard

        So ist es. Früher hat man sich vielleicht verglichen mit den Leuten, die man kannte. Oder hat Models gesehen, die halt Models waren. Und somit eh schon schöner als wir. 🙂
        Heute ist die Möglichkeit zum Vergleichen übermächtig geworden. Und es wird immer jemanden geben, der schöner oder reicher oder was weiß ich ist. Deshalb gefällt mir der Spruch so gut.
        Liebe Grüße
        Claudia

        • claudia
          Autor
          Juni 29, 2020 / 9:26 pm

          Liebe Claudia,
          das ist ein wirklich weiser Spruch. Und ja, der Rasen im Garten der Nachbarn wird immer grüner sein. In vielen Bereichen habe ich mir das
          Vergleichen abgewöhnt. Gerade beim Bloggen oder Instagram ist es wichtig das Vergleichen auszublenden, sonst kann leicht Neid aufkommen. Auch beim Aussehen vergleiche
          ich mich nicht mit anderen Frauen. Wir sind alle so unterschiedliche Typen und ehrlich gesagt, weiß man heute nie, ob die andere nicht hat was machen lassen. ;=)

          Ich habe mich selbst ganz gut im Blick. Was mein Äußeres angeht, aber auch mein inneres. Ich glaube, ich habe das durch meine Erkrankung 2016 gut gelernt. Ich merke jede Art der Veränderung in mir. Ob das jetzt gut ist, weiß ich auch nicht genau. 😉
          Ganz liebe Grüße an dich, Cla

      • Juni 30, 2020 / 8:46 am

        Social media ist ein wichtiger Faktor. Dem möchte ich mich aber nicht beugen. Ich bin wie ich bin. Ich brauche keine Filter. 😉

  4. Juni 28, 2020 / 11:07 am

    Wie recht Du hast ich bin gerade bei meinem Eltern auf dem Campingplatz, hier hängen viele Fotos , die ein paar Jahre alt sind. Wie jung und anders ich da aussehe🙃 Ganz erschreckend ist der Verfall meiner Eltern😥
    Zu dem veränderten eigenen Körper, ich habe aktuell eine neue Pilateslehrerin. Sehr streng und es tut auch echt weh. Aber es bringt echt was. Also immer schön dran bleiben. Sonnige Grüße aus der Nähe von Baden Baden Heike

    • claudia
      Autor
      Juni 29, 2020 / 12:24 pm

      Liebe Heike,
      bei mir ist es Yoga, welches dafür sorgt, dass mir morgens beim Aufstehen
      nicht alle Knochen wehtun. 😉
      Grüße nach Baden Baden
      Cla

  5. Juni 28, 2020 / 11:51 am

    Liebe Cla,
    ich denke, du sprichst vielen aus der Seele mit diesem Post. Aber ich habe für mich entschieden, es kommen zu lassen und mir die beste Zeit zu machen. Das gelingt mal besser, mal nicht so gut. Aber ich empfinde Alter nicht nur als Äußerlichkeit- es hat viel mit Annehmen und innerer Einstellung zu tun. Wenn man immer nur denkt, buh ich bin alt, buh ich werde alt, überträgt sich das auf Ausstrahlung und Aussehen. Ich habe neulich zu meiner Buchhändlerin gesagt, dass ich mich nicht alt fühle, weil ich auch glaube, das Geist viel ausmacht, du verstehst? Jung im Geist, macht jüngere Ausstrahlung. Das alles verkörperst du auch für mich.
    Viele Sachen weiß ich erst heute- und wünschte, ich hätte mich eher ‚freigemacht‘.
    Insofern- genießen wir, was wir haben- es gibt nur eine einzige Alternative und die wollen wir noch nicht. Selbst, wenn wir genau wissen, dass dieses Leben endlich ist.
    Hab einen feinen Sonntag
    Liebste Grüße
    Nicole

    • claudia
      Autor
      Juni 29, 2020 / 12:29 pm

      Liebe Nicole,
      da stimmt ich dir voll zu: Es ist eine Frage der Einstellung. Ich denke auch fast immer positiv. Klar habe ich mal
      einen schlechten Tag, doch meine Grundeinstellung ist gut gestimmt. So ist es auch mit meiner optischen Erscheinung. Meistens bin ich mit mir im Reinen.
      Doch auch die weniger guten Tage und Gedanken gehören zum Leben dazu.
      Herzlichen Gruß
      Cla

  6. Claudia
    Juni 28, 2020 / 6:27 pm

    Hallo liebe Cla,
    wenn ich das Foto von dir betrachte, dann sehe ich jemanden, die sich echt keine Gedanken um ihr Aussehen und ihr Alter machen soll. Echt jetzt.

    Wie du schreibst, vielleicht muss man sich mit den Veränderungen auseinandersetzen. Wenn ich mir Jugendfotos von meiner Oma angucke, dann sieht sie natürlich ganz anders aus, als die, die ich in ihrem höheren Alter kannte.

    Die Japanerin sieht doch klasse aus. Sie trägt, was sie möchte, und fühlt sich wohl dabei.

    Bei mir ist auch einiges um ein paar Etagen tiefer gerutscht, um es mal bisschen nett zu umschreiben. Man muss für sich einen Mittelweg finden zwischen „Ist eh alles wurscht, kann mich gehen lassen “ und “ ich renne meiner Jugend hinterher und opfere dafür meine Freizeit“. Von daher hatten es unsere Omas schon einfacher, die konnten einfach alt werden und haben nicht danach gefragt, ob sie Falten haben oder nicht, sondern waren froh, wenn sie einigermaßen gesund blieben. 🙂

    Irgendwie sind meine Gedanken heute nicht so richtig in der Spur, ich hoffe, du verstehst, was ich meine.
    Ein feines Nickituch trägst du, pretty Woman-mäßig und die Kette ist auch sehr fein.
    Liebe Grüße
    Claudia

    • Lys
      Juni 28, 2020 / 7:00 pm

      Liebe Cla
      Ich finde es großartig wie du dich ehrlich und offen übers Älterwerden äußerst.
      Ich denke es ist wichtig, immer wieder sich mit der eigenen Vergänglichkeit auseinander zu setzten, aber eben nur hie und da.Hat man dies getan, kann man sicher wieder den positiven Seiten des Lebens zuwenden und versuchen zu genießen…..
      …..und du, liebe Cla, siehst prima aus!

      • claudia
        Autor
        Juni 30, 2020 / 8:26 am

        Liebe Lys,
        ich finde es auch wichtig, immer in beide Richtungen zu schauen. Um so mehr weiß man die schönen Dinge des Lebens zu schätzen.
        Danke für dein liebes Kompliment. 🙂

  7. Juni 28, 2020 / 7:36 pm

    Ich kenne diese Gedanken nur zu gut, ich meine wer kennt solche Gedanken schon nicht?…Ich muss gestehen, es hat seine Zeit gebraucht beziehungsweise kostet für mich die Zeit, zu wissen, dass es ein total normaler Prozess ist. Je entspannter man damit umgeht, umso besser. Das hilft mir immer, und besonders mein Umfeld, wie mein Mann, der mir nach wie vor das Gefühl gibt einfach die zu sein, die ich schon immer war.

    • claudia
      Autor
      Juni 30, 2020 / 8:27 am

      Ach das ist schön, dass dein Mann so aufmerksam ist. Ist auch nicht immer gegeben.
      Liebe Grüße

  8. Bettina
    Juni 28, 2020 / 8:32 pm

    Liebe Cla,
    vielen, lieben Dank für diesen Beitrag! Du sprichst mir aus der Seele… *seufz*

    Liebe Grüße
    Bettina

    • claudia
      Autor
      Juni 30, 2020 / 8:28 am

      Danke fürs Lesen liebe Bettina 🙂

  9. Hasi
    Juni 29, 2020 / 12:13 am

    Ich finde, das Älterwerden bringt irgendwie schon auch das Gefühl mit sich, dass bisher Selbstverständliches langsam immer weniger selbstverständlich ist. Und auch mir sagt der ehrliche Blick in den Spiegel, dass 46 Jahre nicht ganz spurlos an mir vorübergegangen sind. Andererseits nehme ich heute meine „Eigenheiten“ viel liebevoller und gelassener wahr als früher, auch das möchte ich nicht mehr zurückdrehen. Ich hoffe, dass ich mir diesen liebevollen, entspannten Blick auf mich weiterhin bewahren kann (und natürlich auch, seien wir ehrlich, auf halbwegs gute Gene und Belohnung für eine relativ gesunde Lebensweise…). Diese von Dir vorgestellte Dame aus Japan finde ich jedenfalls zauberhaft, der Kleidungsstil trifft auch ganz meinen Geschmack – und diese Dame finde ich tatsächlich viel schöner als so manche junge Instagrammerin, einfach weil dieses Gesicht soviel Ausdruck, Wärme und harmonische Verbundenheit ausstrahlt. Letztendlich können wir die Zeit ja nicht anhalten, aber wir können sie annehmen. Alles andere wird uns im Nachhinein nur ärgern und viele wertvolle glückliche, lebensfrohe Stunden gekostet haben. Deshalb freue ich mich jetzt auf meinen genüsslichen Schönheitsschlaf 💤 *lach*!
    Liebe Grüße und einen harmonischen Montag 🙂
    Hasi

    • claudia
      Autor
      Juni 30, 2020 / 8:31 am

      Liebe Hasi,
      die Japanerin hast du perfekt beschrieben, so nehme ich sie auch wahr. Ich hadere zwar immer mal wieder mit dem optischen Älterwerden, möchte es aber auch annehmen.
      Das Auseinandersetzen damit hilft mir. Im Moment sitze ich noch etwas zwischen den Stühlen.;)
      Herzlichen Gruß, Cla

      • Hasi
        Juni 30, 2020 / 4:10 pm

        Das Gefühl, zwischen zwei Stühlen zu sitzen, kenne ich selbst auch, ganz klar. Auch das Gefühl, dass viele meiner KollegInnen mittlerweile meine Kinder sein könnten… Puh. Ich fühle mich nämlich definitiv auch noch nicht so alt. Aber, liebe Cla, auch wenn Du Dich vielleicht manchmal zwischen zwei Stühlen fühlst, Du siehst dennoch phantastisch aus.

  10. Juni 29, 2020 / 6:10 pm

    Liebe Cla, liebe Namensschwester, du sprichst mir aus dem Herzen. Ich habe vor einigen Jahren auf einer Plattform einmal einen Beitrag über meinen alternden Körper und die damit zusammenhängende Unzufriedenheit geschrieben und war ziemlich baff, wie negativ, das teils aufgenommen wurde. Der Tenor war, ich solle doch gefälligst in Würde altern und froh sein soll, dass ich überhaupt am Leben sei. Und wir Frauen sollten doch endlich auch unsere Falten, Wacheloberarme, Dellen und Wechselwampen als Geschenk des Alters empfinden. Überhaupt wären Schwangerschaftsstreifen eine Auszeichnung für die Leistung des weiblichen Körpers und Operationsnarben Zeichen von Sieg über eine Krankheit. Sorry, aber ich finde weder meine ganzen Narben von meiner Krebsoperation, noch vom Darmverschluss sehr schön. Ich kann mich auch nicht sonderlich mit der steten Veränderungen meines einst, und das ist noch nicht lange her, schönen, schlanken und straffen Körpers anfreunden. Auch wenn ich weiß, dass ich das nicht aufhalten kann. Leibe Grüße, Claudia

    • claudia
      Autor
      Juni 30, 2020 / 1:11 pm

      Liebe Claudia,
      manchmal frage ich mich, was es genau bedeuten soll in Würde zu altern. Nur weil ich meine schlappenden Oberarme nicht mag, heißt es nicht, dass
      ich keine Würde besitze. Wo bitte ist den Würde der Menschen, die immer nur negativ auf solche Beiträge reagieren.
      Du weißt, ich war in einer ähnlichen Situation wie du. Wenn einer das Leben zu schätzen weiß, sind wir es. Ich bin froh gesund zu sein, trotzdem nehme ich mir
      das Recht heraus auch mal zu jammern. Das sind kurze Moment, in denen solche Gedanken mal raus müssen. Danach lege ich mich mit einem Eisbecher in die Sonne und genieße den blauen Himmel und das Leben überhaupt. 😉
      Ganz liebe Grüße :*

  11. Susanne
    Juni 30, 2020 / 7:49 am

    Guten Morgen liebe Cla,

    Dein Beitrag spiegelt soviel wieder, es tut gut, ihn zu lesen. Auch ich habe ganz lange mit meinem Alter gehadert, aber nun endlich ist mir klar geworden, dass es das Natürlichste der Welt ist und seit ich es so angenommen habe, geht es mir so viel besser und bin dankbar, so wie es ist und wie ich bin. Und wenn ich dann meine 16jährige, bildhübsche Tochter anschaue, dann bin ich glücklich und sehe so vieles von mir in ihr!

    Danke für deine Offenheit mit diesem Beitrag, das finde ich wirklich mutig und toll von dir!👏🎩Wünsche dir einen wunderschönen Dienstag mit ganz vielen positiven Gedanken!💙🦋

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