Ausmisten in der Wohnung und im Leben

Ordnung ist das halbe Leben, hat meine Mutter immer gesagt. Die Sauberkeit meiner Mutter war aber auch vorbildlich. Sie hat das Putzen einfach geliebt. Bei ihr gab es nicht nur einmal im Jahr Frühjahrsputz, sondern das ganze Jahr über. Wenn alle Zimmern geputzt waren, hat sie wieder von vorne angefangen. Ich glaube Putzen und Ausmisten war so eine Art Hobby für meine Mutter. Den Putzfimmel meiner Mutter habe ich zwar nicht geerbt, doch ich mag es auch gerne ordentlich. Wobei es auch bei mir durchaus mal vorkommen kann, dass ein Pullover drei Tage über der Stuhllehne im Wohnzimmer hängt, bevor ich ihn wegräume.

Auch im Ausmisten bin ich ganz gut und trenne mich bedenkenlos von Dingen. Als ich vor über einem Jahr umgezogen bin, habe ich jede Menge Kleidung ausgemistet. Aber auch von Geschirr, Büchern und Deko-Sachen habe ich mich getrennt. Trotzdem stehen bei mir im Keller und auf dem Dachboden noch so einige Kisten mit Gegenständen, von denen ich dachte, ich würde sie vielleicht irgendwann mal wieder brauchen. Doch mal ehrlich, wie soll ich alte Bon Jovi CDs nochmal abspielen, wenn ich nicht mal mehr einen CD-Player besitze.

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Bei meinem Umzug war ich dann doch zu zögerlich, ich hätte einfach alles konsequent entsorgen sollen. So muss ich mir irgendwann die  Kartons nochmal vornehmen und erneut entscheiden, was gehen oder nochmal 10 Jahre im Keller stehen darf. Das hört sich jetzt vielleicht blöd an, doch ich möchte meiner Tochter mal nicht zumuten, all meine Sachen durchzuschauen und entscheiden zu müssen, was sie davon behält oder entsorgt. Also versuche ich jetzt schon auszumisten, was kein Mensch mehr braucht.

Bereits zum Jahresbeginn hat es mich gepackt und ich habe meine Pullover aussortiert. Ich geben zu, es ist aus der Not heraus entstanden, da der Platz im Kleiderschrank recht eng geworden ist. Da mir meine Pullover zu schade für die Altkleidersammlung waren, bin ich auf die Idee gekommen, in meinen Instagram-Stories einen Sale mit meinen Pullis zu starten. Ehrlich gesagt, war ich von der Resonanz überwältigt. Ruckzuck waren alle Pullover weggekauft. Das gleiche habe ich die Tage mit meinen Schals gemacht. Und ich muss sagen, das fühlt sich irgendwie ein wenig befreiend an.

Auf den Social Medien sehe ich im Moment ganz viele Leute, die ihre Schränke ausmisten oder die generell für Klarschiff zuhause sorgen. Gut, auf der einen Seite haben wir durch den Lockdown jede Menge Zeit dazu. Zum anderen brauchen wir gerade auch das Gefühl, was nützliches zu tun. Außer Arbeiten und Einkaufen steht bei den meisten von uns nichts auf der To-Do-Liste. Da bietet es sich an, diese Zeit mal zu nutzen, um in den Schränken und Kommoden für Ordnung zu sorgen. Also warum nicht jetzt schon den obligatorischen Frühjahrsputz vorziehen.

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Ich weiß nicht, wie ihr beim Ausmisten vorgeht. Doch gerade bei Kleidung überlege ich mir, wann ich das letzte Mal das gute Teil getragen habe und mache mir Gedanken darüber, ob es noch zeitgemäß ist oder ob überhaupt nochmal dieser Trend aufkommen wird. Man sagt ja, in der Mode kommt alles irgendwann wieder, doch ehrlich gesagt, hat eine Schlaghose vor 20 Jahren doch einen anderen Schnitt, als die Schlaghosen von heute. Da gibt es feine Unterschiede, die das Teil entweder modern oder eher altmodisch erscheinen lassen. Anders ist es selbstverständlich mit einem klassischen, schwarzen Kaschmirpullover, den kann man immer tragen. Und beim Schreiben dieses Textes wird mir mal wieder bewusst, wie sehr ich doch auf zeitlose Kleidung setzen sollte.

Doch wieder zurück zum Ausmisten! Alle Dinge, die man nicht wirklich braucht oder liebt, sind Ballast – in der Wohnung und für die Seele. Nicht nur, dass Ansammlungen von überflüssigen Dingen Platz beanspruchen, sie können eben auch belastend sein. Wenn ich an die Kisten auf meinem Dachboden denke, empfinde ich sie als recht störend. Wahrscheinlich gebe ich erst Ruhe, wenn die Kartons tatsächlich aussortiert sind. Doch das muss ich wirklich auf Frühjahr verlegen. Da oben ist es mir im Moment viel zu kalt.

Deshalb nehme ich mir erst mal meine Wohnung vor und miste Raum für Raum aus. Hier hat sich nämlich seit meinem Umzug wieder so einiges angesammelt. Folgendes steht auf meiner Liste, um in meinen vier Wänden Ordnung zu schaffen.

Küche: alle Küchenschränke nach abgelaufenen Lebensmitteln checken. Den Gefrierschrank abtauen und alles was darin schon länger tiefgefroren ist, entsorgen.

Schlafzimmer: unbedingt muss ich die Sockenschublade durchgehen. Bestimmt tummelt sich darin die ein oder andere einsame Socke, die ihr Gegenstück verloren har. Ebenso können alle Feinstrumpfhosen weg, die nicht im 1A Zustand sind. Ach so, das angefangene Buch unter meinem Bett, welche ich seit einem Jahr nicht mehr angerührt habe, kann auch zurück ins Bücherregal. Das Buch reißt mich nicht vom Hocker und ich greife immer wieder zu anderen Büchern.

Badezimmer: das Kosmetikschränken nach abgelaufenen Beautyprodukten durchforsten und die Tuben und Tiegel raus, die ich schon länger nicht mehr benutzt habe. Die werde ich auch bestimmt nicht nochmal verwenden, also weg damit.

Wohnzimmer: hier gibt es nicht viel zum Ausmisten. Im Wohnzimmer habe ich weder geschlossene Schränke noch Sideboards. Doch ein Stapel mit alten Zeitschriften könnte ich in den Altpapiercontainer werfen.

Ankleidezimmer: auch hier haben sich in einer Kommode so einige Kosmetikprodukte angesammelt, die ihr Haltbarkeitsdatum überschritten haben könnten oder die ich eh nicht benutze. Auch meine Nagellacke sollte ich mal nach eingetrockneten Fläschchen durchschauen. Ebenso hat die Krimskramsschublade ein Update nötig. Habt ihr auch so eine Schublade, in die alles hineinkommt, für das es sonst keinen passenden Platz gibt? In so einer Schublade können sich ziemlich unnütze Dinge ansammeln.

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So viel zum Ausmiste  in der Wohnung. Damit werde ich erstmal an den nächsten Wochenenden beschäftigt sein. Bin mir aber sicher, danach werde ich mich besser fühlen. Aber auch das Lösen von Menschen kann befreiend sein.

Das Umgeben mit Leuten, die einem nicht gut tun, ist ebenso eine Belastung für die Seele. Wenn es also Menschen im Umfeld gibt, die uns stressen oder unglücklich machen, sollte man sich von denen letztendlich trennen. Das ist selbstverständlich in der Praxis nicht so einfach umzusetzen, gerade wenn es um Partner, Familie oder Arbeitskollegen geht. Die kann man sich nicht immer aussuchen und sollte immer erst mal nach Kompromissen streben. Bei Freundschaften, die vielleicht gar keine richtige Freundschaften sind, fällt Loslösen vielleicht etwas leichter. Wenn man also mit Menschen um einen herum überhaupt nicht klarkommt, ist es für das eigene Wohlbefinden das Beste, wenn man auseinander geht. (Über Ballast abwerfen hatte ich im September 2019 einen Blogpost)

Ordnung schaffe ich gerade nicht nur im Kleiderschrank, sondern auch auf meinem Laptop habe ich aufgeräumt. Dabei habe ich tatsächlich diese Outfitbilder entdeckt, die letztes Jahr im Januar entstanden sind und ich noch nicht im Blog gezeigt habe. Das hole ich heute nach.

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Mein Slip-Dress habe ich vor einem Jahr bei Zara im Sale gefunden. Auch jetzt noch gibt es in den Shops solche Seidenkleider in Lingerie Stil, wie z.B. bei Breuninger* So ähnliche Stiefel wie meine, habe ich bei Görtz* entdeckt. Die haben übrigens bis zu 50% reduziert.
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12 Kommentare

  1. Januar 17, 2021 / 10:03 am

    Moin Cla,
    schön, dass die Sahneschnitte Bilder nicht im elektronischen Papierkorb gelandet sind. Das Outfit gefällt mir super.
    Leider bin ich mit Ausmisten schon im ersten Lockdown im Frühjahr durch gewesen…mehr geht nicht, sonst muss ich wieder alles neu kaufen 🙂
    Schönen Sonntag!

    • claudia
      Autor
      Januar 18, 2021 / 1:03 pm

      Liebe Nicole,
      auch beim ersten Lockdown war ich fleißig am aussortieren, doch wohl nicht konsequent genug. 😉
      Schöne Woche für dich.

  2. Januar 17, 2021 / 11:13 am

    Ja ich glaube Ausmisten steht gerade bei Vielen an der Tagesordnung! Hilft im Kleiderschrank vielleicht auch um vergessene Sachen neu zu kombinieren. Ich glaube ich fange heute mit dem Ausmisten auf dem Handy an. Da kann ich sicherlich auch viele Bilder löschen. Bei Freunden ist das wiederum immer so eine Sache, genauso wie bei Familien. Da bin ich ganz bei Dir. Vielleicht schaffe ich es heute auch noch den Kühlschrank auf Vordermann zu bringen.

    • claudia
      Autor
      Januar 18, 2021 / 1:00 pm

      Ausmisten auf dem Handy ist auch eine gute Idee. Das mache ich auch immer wieder mal mit Fotos. Unglaublich was sich da alles so ansammeln kann.
      Grüße, Cla

  3. Januar 17, 2021 / 11:35 am

    Liebe Cla,
    ja, Ausmisten befreit! Als wir im letzten Jahr umgezogen sind, habe ich, wie du, alles versucht zu entsorgen was geht. Und den Satz über deine Tochter finde ich nicht blöd klingend, im Gegenteil. Das ist sehr weutsichtig und emotional von dir.
    Ich bin auch absolut keine Putzmaus, aber mittlerweile mag ich es gut strukturiert und ordentlich. das hilft dann auch beim Putzen ;).
    Ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner Ausmistaktion und einen schönen Sonntag.
    Liebe Grüße
    Nicole

    • claudia
      Autor
      Januar 18, 2021 / 12:57 pm

      Liebe Nicole,
      find auch, das es sich mit Struktur besser bzw. leichter Leben lässt. Ich könnte nie wie ein Messi wohnen.
      Komm gut in die neue Woche, Gruß Cla

  4. Hasi
    Januar 17, 2021 / 11:50 am

    Schickes Outfit! Tolle Location! Super fotografiert!
    Ich behalte eigentlich auch gerne den Überblick über meine Sachen. Gestern abend habe ich mir zufällig ebenfalls eine kleine Liste gefertigt, was ich im Bad schleunigst noch aufbrauchen bzw. vielleicht sogar entsorgen möchte und was nicht mehr nachgekauft wird. Alte Zeitschriften – ojeh, das ist bei mir in der Wohnung auch so eine nervige Angelegenheit, die ich schon seit einer Ewigkeit vor mir herschiebe. Teils noch gar nicht gelesen. Uff. Dumm nur, dass darin
    durchaus interessante und zeitlose Berichte stehen würden. Das wäre wohl mal was für den nächsten Urlaub, aber der ist in weiter Ferne… Ja, und der Schrank? Der ist … voll, ich gebe es zu. Allerdings mit eher Zeitlosem und gerne Getragenen. Ansonsten bin ich hier in der Wohnung eigentlich ganz zufrieden. Aber ich bin auch ehrlich gesagt auch kein Minimalist, ich mag es zwar gerne ordentlich, sauber und übersichtlich – trotzdem brauche und liebe mein Quäntchen an Auswahl. Aber es ist wirklich immer wieder erleichternd, wenn so manches – Menschen und Dinge – aus dem Umfeld verschwindet, was einem die Luft zum Atmen nimmt.
    Ich wünsche Dir viel Erfolg und Motivation beim Ausmisten und liebe Grüße
    Hasi

    • claudia
      Autor
      Januar 18, 2021 / 12:55 pm

      Mit dem Lesen der Zeitschriften komme ich auch nicht nach. Dabei habe wir doch alle im Moment mehr Zeit als sonst. Trotzdem bekomme ich nichts gebacken, deshalb geht es bei mir ohne To-Do-Liste nicht mehr.
      Bin ja froh, dass es nicht nur mir so geht und auch dein Schrank voll ist. Hatte schon ein schlechtes Gewissen. 😉
      Liebe Grüße, Cla

  5. Tina von Tinaspinkfriday
    Januar 17, 2021 / 12:17 pm

    Ein Umzug eignet sich wunderbar zum Ausmisten. Da merkt man bei uns, dass wir noch nie umgezogen sind und mein Göga in dem Haus geboren wurde. Es ist voll überall. Dennoch versuche ich die Dinge nicht überhand nehmen zu lassen und miste regelmäßig aus. Man fühlt sich einfach wohler finde ich.
    Klasse dass Du dieses Outfit noch im Ordner hattest. Das passiert mir nie, ich schaffe immer grade so Fotos für den kommenden Pinkfriday zu machen.
    Ein toller Style, steht Dir hervorragend.
    Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag, liebe Grüße Tina

    • claudia
      Autor
      Januar 18, 2021 / 12:52 pm

      Liebe Tina,
      mit Fotos geht es mir ähnlich. Deshalb wundert es mich, dass ich diese vergessen habe. Vielleicht war aber auch plötzlich Frühling und ich wollte keine
      Winterkleidung mehr im Blog zeigen.:)
      Freut mich, dass dir der Look gefällt. Liebe Grüße, Cla

  6. Januar 18, 2021 / 11:10 am

    Meine Mutter hat früher auch jeden Samstag Frühjahrsputz organisiert. Ich mag auch ordentlich, aber genau so wie bei dir- kann mir passieren, dass ein Pulli irgendwo vergessen liegt. Beim Ausmisten bin ich leider nicht so konsequent. Vieles zu schade zum wegwerfen. Obwohl… Ende des Jahres viele Kosmetika sind im Eimer gelandet und auch einiges musste aus dem Kleiderschrank weg. Grund- Platzmangel. Aber, ich möchte tatsächlich im laufe der Zeit, immer mehr entsorgen. Liebe Grüße und schöne Woche!

  7. Elke
    Januar 20, 2021 / 9:16 am

    Hallo liebe Cla, war lange nicht auf deinem Blog, gefällt mir aber immer noch genauso gut wie früher. Deine Ordnungstipps sind klasse und ich werde das jetzt auch so angehen wie du. Liebe Grüße von Elke

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