Mittwoch, August 12, 2015

Blogger gegen Flüchtlingshass


Ich muss gestehen, manchmal würde am liebsten keine Nachrichten mehr sehen. Es ist erschreckend, tief bewegend, aber auch sehr beängstigend was gerade alles auf der Welt passiert. Krieg, Terror und Menschen auf der Flucht! Doch wir dürfen die Augen davor nicht verschließen. Aber ganz ehrlich, mir macht das alles Angst! In mir wuchs schon vor einiger Zeit das Bedürfnis, meine Gedanken die zu diesem politischen Thema in meinem Kopf herumschwirren und mich beunruhigen, hier niederzuschreiben. Nun kam mir Susi aka Texterella zuvor und hat ihren Gefühlen, zu den aktuellen Geschehnissen auf der Welt, freien Lauf gelassen. Auf ihrem Blog spricht sie genau das aus, was viele von uns beschäftigt. Und weil ich es nicht hätte besser zum Ausdruck bringen können, habe ich mir erlaubt den Anfang ihres Artikels hier zu übernehmen. Den Rest lest bitte bei ihr weiter. Das geht uns alle was an!! 



Texterella ist kein politisches Blog. Und eigentlich sollte hier ein ganz anderer Beitrag stehen. Was Launiges über Beautyzeugs. Ich habe dieses Posting verschoben, weil mich ein anderes Thema bewegt. 
Was Texterella aber ist: ein Blog mit Herz. Ich fühle. Und ich fühle mit. Und genau dieses Mitgefühl scheint vielen Menschen in Deutschland – in Europa überhaupt – abhanden gekommen zu sein. Anders kann ich mir diesen Hass, den Sascha Lobo hier beschreibt, nicht erklären. Was ist los mit vielen Menschen da draußen? Haben sie unsere Geschichte schon vergessen? Haben sie vergessen, dass auch Deutsche noch vor wenigen Jahrzehnten auf der Flucht waren – froh, wenn sie irgendwo aufgenommen wurden? Haben sie ihre eigene Geschichte vergessen, die ihrer Großeltern und Eltern vielleicht, die vertrieben wurden und hier in Deutschland eine neue Heimat finden und ihr Leben neu aufbauen mussten? Haben sie vergessen, wie viele Menschen anderer Nationen uns Deutsche aus dem schwarzen Nachkriegsloch gezogen haben, uns geholfen, wieder Vertrauen geschenkt haben – auf dass sich unsere Geschichte nicht wiederholt?
Unsere Geschichte darf sich nicht wiederholen. 
Niemand, der hier im reichen Deutschland oder Europa geboren ist, hat sich das selbst zu verdanken. Es ist Zufall, ein glücklicher Zufall. Es ist nicht unser Verdienst, in einem Land zu leben, in dem kein Krieg herrscht, in dem es genug zu essen gibt, und Arbeit. In dem Sozialversicherungssysteme uns im Notfall auffangen. In einem Land, in dem Menschen eine Perspektive für die Zukunft haben! Hier geboren zu sein ist keine „Leistung“, die es nun zu verteidigen gilt. Es ist unser Glück, ein großes Glück. Ich bin sehr dankbar dafür, jeden Tag. Und besonders, wenn ich die Zeitung aufschlage.
Weiter geht es bei Texterella und dort findet ihr auch noch Links zu weiteren Artikeln über Flüchtlingshass! 

Kommentare:

  1. Liebe Cla, Daumen hoch. Ich denke genauso. Ich muss auch ständig erklären das ich nichts gegen Flüchtlinge habe. Wir betreuen ganz viele Jugendliche in der Arztpraxis in der ich arbeite. Was diese Menschen schon erlebt haben in ihrem jugendlichen Alter. Schlimm. sie sind sehr nett, höflich und sehr fleißig. Wertvolle Menschen, auch in unserer Arbeitswelt bald mal.
    Habe gestern einen auch sehr genialen Blogeintrag bei diekuchenbaeckerin.wordpress.com gelesen. Klasse! wenn Dir das Thema brennt lies mal dort. Ist echt auch gut.
    Liebe Grüße Tina

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  2. DANKE, Cla, für deine Stimme gegen Flüchtlingshass! :-*

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  3. Morning Cla! I agree and share your thoughts. What happens in the world is really awful and we are living the same problem in my city too. Many migrants and refugees in search of a safe place where live and work..just an utopia if then you realize in the hardest conditions they are forced to live here only to escape from wars and horrible life conditions :((

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  4. Is good that you speak loud about refugee hatred which I do not have nothing against I live in the melting pot my whole life NYC and met and made friends from all around the world. I have a big understanding where you are coming from not that I experience it but I have empathy since I do know refugee escape people one of them is my boss he was a child when it happen. So doll speak out loud get the word for people to understand sometime we have more ignorance people in this world than people who understand where you coming from in regard to the issue.

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  5. Liebe Cla,

    danke für diesen Post.
    Ganz genau so sehe ich das auch. Ich bin gerade in den letzten Tagen sehr erschrocken darüber, in welche Richtung wir uns hier in Deutschland bewegen. Dieser Hass wird meiner Meinung nach durch die Medien noch sehr stark geschürt. Mir kommt es teilweise so vor, als wenn manche Mitmenschen meinen, dieses Land wäre ihr Eigentum - sie seien Menschen erster Klasse und "die Flüchtlinge" Menschen zweiter Klasse.
    Ich denke ganz klar, dass es nicht darum geht, alle Menschen aus der ganzen Welt aufzunehmen - eben weil wir es als Land, als Gemeinschaft nicht KÖNNEN. Das hat aber überhaupt nichts damit zu tun, dass wir nicht in dem Rahmen, in dem es möglich ist auch Möglichkeiten schaffen. Ich jedenfalls wäre sehr dankbar dafür, wenn ich in der Situation wäre und ich bin absolut sicher, dass das die Großzahl an Betroffenen ebenso sieht. Auch mir ging in den letzten Tagen immer wieder der Gedanke durch den Kopf: "Das darf sich nicht wiederholen!!!"
    und dennoch habe ich das Gefühl, es geht gerade mit kleinen Schritten in genau diese Richtung.Und ich fühle mich ratlos, weil ich gerne etwas tun würde und nicht weiß, was in diesem Fall.

    Liebe Grüße

    LivingFlow

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    1. Ja ich weiß genau was du meinst. Ich denke und fühle ähnlich. Diese Entwicklung macht mir Angst.

      Ganz lieben Gruß, Cla

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  6. Liebe Cla, das ist wirklich ein wichtiger Beitrag und ich finde toll, dass Du Deine Gedanken teilst. Schade, dass so viel Köpfe da anders drüber denken. Ich erinnere mich an eine echt haarsträubende Diskussion mit einer Bekannten und schlimm, dass die Politik diese "dumme" und "gefährliche" Denke einfach so stehen lässt - ohne Gesicht zu zeigen... Ich finde es ganz großartig, dass Du das tust...
    Lieber Gruß
    Conny
    A Hemad und a Hos

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  7. Liebe Cla,
    genauso sehe ich es auch und ich bin wütend und genervt, wenn selbst gute Bekannte von Überfremdung und Wirtschaftsflüchtlingen schreiben. Ich kann das einfach nicht hinnehmen, mir geht da die Hutschnur hoch, ob der Dummheit der Menschen. Das Erschreckende ist, dass das in meinem nahen Umfeld passiert. Danke für deinen post. !!!
    Ich finde, es ist genug Platz hier, auch für noch mehr Menschen, die ihr Land verlassen, weil sie überleben wollen.
    Liebe GrüßeAngela

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  8. Liebe Cla,
    es freut mich so sehr, dass ich bei einem Blogger mal etwas über dieses Thema lese.
    Auch für mich ist das ein Thema mit dem ich mich sehr auseinandersetze.
    Man hat den Eindruck, dass man manche Bekannte überhaupt nicht mehr erkennt, wenn die Sprache auf Flüchtlinge kommt.
    Man hört Aussagen wie: "Die müssen doch verstehen dass wir nicht alle aufnehmen können" oder "Dann müssen sie halt in ihrem Land mehr arbeiten" "die machen nichts als Ärger"
    Sagt man etwas dagegen, dann erntet man verständnisloses Kopfschütteln.
    Es könnte lustig sein, wenn es nicht so unsagbar traurig wäre.
    Niemand und ich meine wirklich NIEMAND verlässt sein Land freiwillig oder aus Spaß mit nichts als den Kleidern am Leib und geht ins Ungewisse.
    Dann sitzen sie in überfüllten Lagern, DÜRFEN nicht arbeiten, dürfen sich nur in einem festgelegten Radius bewegen.
    Werden von Anfang an ausgegrenzt.
    Wir reichen Länder sollten uns schämen.
    Mein 19 Jahre alter Sohn hat sich einer Initiative angeschlossen, die Asylbewerber unterstützt und Bürger über deren Belange aufklären möchte.
    Er hat letzte Woche in der Stadt mit einigen anderen Mitgliedern Flugblätter verteilt und wurde dabei von einem älteren Herrn so massiv angegangen dass er vollkommen geschockt heimgekommen ist.
    Bei einer Familie, die sich für Asylbewerber einsetzt, wurde das Auto zerkratzt, das Haus mit Kot und Farbe beworfen bzw beschmiert.
    Haben wir denn wirklich so große Angst ein bisschen von unserem Kuchen abzugeben?
    Sorry....wurde jetzt zu lang......aber wir erleben hier Geschichten.......
    Liebe Grüße,
    Luzerne

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    1. Liebe Luzerne,
      ich bin auch immer wieder verwundert, wie Menschen in meinem Umfeld mit diesem Thema umgehen. Einige haben regelrecht Angst, man würde ihnen persönlich was wegnehmen. Wir sollten dankbar sein, so leben zu dürfen wie wir es wollen und das an andere zurückgeben. Und wir sollten dankbar sein, nicht vor Krieg, Terror oder Hunger flüchten zu müssen. Was Flüchtlinge duchmachen ist einfach unvorstellbar. Und wie viele dabei ihr Leben verlieren, traurig.
      Ich finde es prima, dass sich dein Sohn so engagiert!
      Herzlichen Gruß Cla

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  9. Danke, hast Du gut geschrieben! Bin auch dieser Meinung, obwohl ich aus einem anderem Land (Polen) komme...

    Liebe Grüsse
    Iwona

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  10. Du sprichst mir aus dem Herzen und die Tatsache dass es keine eigene Leistung ist in diesem reichen Land geboren worden zu sein bringt es auf den Punkt! Leider ist unsere Gesellschaft hemmungslos und viele nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht.

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