Wie habe ich meine bezahlbare Wohnung gefunden?

Schon ein paar Mal wurde ich gefragt, wie ich eine Wohnung finden konnte, die ich mir später auch mit einer bescheidenen Rente leisten werden kann. Gerne erzähle ich euch davon. Doch vorab der neuste Stand zum Umzug: Rein theoretisch könnte ich jetzt schon in meine neue Wohnung ziehen. Sie ist fertig renoviert und geputzt. Ein paar Küchenutensilien sind auch bereits in die Schränke geräumt. Nur die Schlafmöglichkeit fehlt mir dort noch. Das wäre jetzt aber auch kein Problem das zu organisieren. Was mich allerdings davon abhält, jetzt schon in die neue Wohnung überzusiedeln, ist das fehlende Internet. Ja genau, ich bin abhängig vom WLAN. Ohne das Netz wäre ich aufgeschmissen. Doch nächsten Sonntag um diese Zeit, werde ich komplett in meine neuen vier Wände ziehen.

Für kommenden Samstag ist der offizielle Umzug mit einer Umzugsfirma geplant. Die Kartons sind alle gepackt, ich lebe ziemlich reduziert mit dem Nötigsten. Auch die Sachen im Keller sind aussortiert. Ein Teil landete im Müll, in den Altkleidercontainer, wird nvom Sperrmüll abgeholt oder kommt zum Wertstoffhof, weil der Sperrmüll nicht alles mitnimmt. Wir haben ziemlich radikal aussortiert. Wer braucht noch das muffige Faschingskostüm von 1995 oder den Fernseher mit Bildröhre.

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Doch wie habe ich nun eine neue Wohnung gefunden, die dazu noch bezahlbar ist? Meine bisherige Wohnung war eigentlich recht günstig. Mir war klar, dass es schwer werden würde eine neue Wohnung zu finden, die im gleichen Rahmen liegt, wie die alte. Der Mietpreis in meiner Stadt und auch drumherum ist ziemlich hoch. Ein paar Wohnungen wurden mir von Kollegen und Freunden angeboten. Das waren Wohnungen, die ich mir jetzt auch gut hätte leisten können. Allerdings später im Rentenalter wären mir die Mieten zu hoch gewesen. Es war für mich auch keine Option, mir heute eine Wohnung mit hoher Miete zu nehmen und später nochmal umzuziehen. Ich hasse umziehen und alles was damit zusammenhängt. Also geduldete ich mich lieber etwas länger, bis sich die passende Wohnung für mich finden ließ.

Vor über einem Jahr habe ich mich auf die Liste einer Wohn- und Baugesellschaft setzen lassen. Diese Gesellschaft verwaltet Mietwohnungen. Zum einen Mietwohnungen für Menschen mit einem Berechtigungsschein. Solch einen Schein bekommt man, wenn das Einkommen der Person oder Familie sehr gering ist. Ich verdiene zwar nicht die Welt, doch solch einen Berechtigungsschein steht mir nicht zu. Die Wohngesellschaft hat aber auch Wohnung in ihrem Pool, die für Menschen ohne diesen Schein bestimmt sind. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie beliebt diese Wohnungen sind und dementsprechend ist auch die Liste voll.

Vom Hörensagen wusste ich, dass man sich immer mal wieder bei der Wohnungsgesellschaft in Erinnerung bringen muss. Also habe ich mich alle paar Monate regelmäßig bei denen blicken lassen und die Dringlichkeit deutlich gemacht. Dass ich dann aber auch tatsächlich von der Gesellschaft eine Wohnung erhalten habe, lag am puren Zufall (oder auch Glück). Die Stieftochter einer Freundin meiner Freundin, lebte in einer Wohnung dieser Wohngesellschaft und plante ihren Auszug. Also habe ich mich mit dieser Stieftochter in Verbindung gesetzt. Nach der Besichtigung war klar, ich will diese Wohnung haben – sie passt perfekt für mich. Damit nichts schief gehen konnte, habe ich bei der Wohngesellschaft persönlich vorgesprochen und mich für genau diese Wohnung beworben. Obwohl ich eigentlich auf der Liste der Wohnungssuchenden noch ganz unten stand. Dabei habe ich auch durchleuchten lassen, dass ich mich mit der Vormieterin, bezüglich der Übernahme der Küche, geeinigt hätte. Tja und es hat geklappt, nun ziehe ich nächste Woche in die neue Wohnung.

Auch die alte Wohnung gehört einer Miet- und Baugesellschaft. Diese Wohnungen über Gesellschaften sind meistens günstiger, als die Mietwohnungen eines privaten Vermieters. Am besten einfach mal bei solchen Gesellschaften in eurer Stadt nachfragen, ob man sich für Wohnungen bewerben kann. Ich muss sagen, ich wohne lieber in einer Wohnung von einer Gesellschaft, statt privat. Mir wurden auch private Wohnungen angeboten, doch hier besteht oft die Gefahr durch Eigenbedarf irgendwann gekündigt zu bekommen.

Inzwischen habe ich mich auch bezüglich der Übergabe meiner alten Wohnung mit dem Vermieter geeinigt: Ich brauche weder Tapeten abmachen, noch muss ich den Laminat entfernen. Bestimmt konntet ihr den Stein hören, der mir bei dieser Nachricht vom Herzen gefallen ist.

Hier findet ihr einen weiteren Beitrag über meine Wohnungssuche und im Januar stand zum Thema Miete im Rentenalter ein lesenswerter Bericht in der Süddeutsche Online.

3 Kommentare

  1. Claudia
    September 29, 2019 / 8:39 am

    Hallo Cla,
    da hast du aber wirklich Glück gehabt, dass du von der Wohnung erfahren hast. Heute ist das ja fast wie ein Sechser im Lotto.
    Dass das auch mit dem Nachmieter geklappt hat und er Tapete 🙂 und Laminat übernimmt, auch gut. Dann bist du Weihnachten ja dicke in der neuen Wohnung. Das ist doch fein!
    Herzliche Grüße
    Claudia 🙂

  2. September 29, 2019 / 11:13 am

    Manchmal braucht man einfach Glück, und muss dranbleiben. Und dann bezahlt sich das aus. Es freut mich, dass du nächste Woche in die neue Wohnung einziehen wirst. Ich würde auch, wenn ich nochmal umziehen würde, zukunftsorientiert handeln, da so ein Umzug wirklich nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist.

  3. Iris Lingen
    September 29, 2019 / 1:49 pm

    Toll dass du so ein Glück hattest liebe Cla,
    ich freu mich wirklich für dich und wünsche dir eine tolle Zeit in deiner neuen Heimat.
    Liebe Grüße Iris

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