Im Bloggerinterview über Mode und Stil – Bärbel

Auch im neuen Jahr geht meine Serie mit den Bloggerinterviews weiter. Für mich selbst finde ich es immer wieder spannend, die Antworten der Damen auf meine Fragen über Mode und Stil zu lesen. Wie ich immer wieder aus euren Feedbacks entnehme, mögt ihr die Interviews mit den Bloggerinnen ebenso. Heute freue ich mich, dass Bärbel von Uefuffzich dabei ist. Wie Bärbel unten erzählt, kennen wir uns im Netz bereits länger. Als ich im Herbst auf Sylt war, kam mich Bärbel dort besuchen und wir hatten endlich mal die Gelegenheit in Ruhe zu Quatschen. Das hat mich arg gefreut. Euch wünsche ich nun viel Spaß beim Lesen.

Danke liebe Cla, für Deine Fragen zum Bloggerinterview. Ich freue mich sehr darüber, dass Du mich und meinen Blog Deinen Lesern vorstellst. Wir kennen uns virtuell seit 2013, haben uns 2017 das erste Mal bei einem Event getroffen, aber ganz besonders gefallen hat mir unser gemütlichen privates Treffen im Oktober 2018 auf Sylt!

Magst du etwas über dich erzählen?
Ich bin Jahrgang 1961, bin in der Hansestadt Stralsund aufgewachsen und habe von 1982 bis 1989 in Ostberlin gelebt. Den 09.11.1989 – den Tag, als sich die Mauer für mich öffnete und plötzlich die ganze Welt vor mir lag – feiere ich als meinen 2. Geburtstag. Von 1989 bis 2017 lebte ich, mal glücklich, mal zufrieden in dem schönen, großen, wiedervereinten Berlin.

Vor einem Jahr zog ich in die Nähe von Hamburg, in ein kleines Kaff in Schleswig-Holstein. Ich könnte eigentlich überall leben, wo mein Klapprechner Wifi hat und ein Flughafen in der Nähe ist. Ich brauche keinen täglichen Trubel, nur die Möglichkeiten zu kleinen und großen Fluchten aus dem Alltag. Dabei ist es egal, ob ich in Nordfriesland oder in Paris bin. Alles zu seiner Zeit. Seit Januar 2018 arbeite ich in Hamburg. Es gefällt mir hier recht gut, aber ich werde immer einen Koffer, ein Stück der Familie und jede Menge Freunde in Berlin haben.

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Nun zu deinem Blog… Über was schreibst du und was hat dich bewegt, diesen zu starten.
In meinem Blog schreibe ich hauptsächlich über mich und meine Befindlichkeiten. Über meine Reisen, die Erlebnisse unterwegs und auch über Alltägliches. Natürlich auch über meinen Taschenschrank und den Inhalt meiner Kleiderschränke und der Tuchschubladen.

Manchmal auch über ernste Dinge, wie Gesundheitsthemen – dann meist aus aktuellem Anlass. Damit meine ich jetzt keinen Schnupfen, sondern ich meine die richtigen Klopper, die man im Leben so zu verdauen hat. Wie zum Beispiel den unerfreulichen Hauptgewinn in der biochemischen Lotterie.

Aber meist geht es auf meinem Blog locker und flockig zu. Ich werde keine welt- oder privatpolitischen Probleme wälzen, das können andere gerne tun. Ich bin angetreten um der Internetwelt zu zeigen, wie gut Frauen über 50 heute drauf sind.

Wie würdest du deinen eigenen Stil beschreiben?
Woher bekommst du deine Inspiration für deine Outfits?
Ehrlich? Ich habe überhaupt keinen eigenen Stil. Bei mir ist alles immer irgendwo abgeguckt. Es begann in den 90ern, als mir die Chanel Kataloge regelmäßig ins Haus flatterten. Natürlich hatte ich anfangs keine Originalteile, aber die Richtung sprach mich an. Es gab zum Beispiel ein Foto von Claudia Schiffer in engen schwarzen Hosen, hohen Schnürboots, einer weisen Bluse mit Rüschen an den Ärmelenden, Hosenträgern (die lasse ich weg, auch wenn die von Chanel witzig waren) und einem knallroten Blazer. Dieser Look wird von mir eigentlich ständig variiert. Im Büroalltag trage ich am liebsten Jeans, eine weiße Bluse und einen Blazer. Die anderen Sachen im meinem Schrank sind für die anderen Gelegenheiten in meinem Leben und davon gibt es ja immer genug!

Was ist dein persönliches Markenzeichen?
Ich könnte jetzt schreiben, dass ich immer eine besondere Tasche am Start habe. Aber auch das trifft in der Realität nicht zu. Jedenfalls nicht, wenn ich mich in Ortschaften bewege, die weniger als 2.000 Einwohner haben. Während ich zum Beispiel an einem Wochenende morgens ungeschminkt mit Rucksack und Parker zum Supermarkt trotte, bin ich nachmittags top gestylt auf dem Neuen Wall und die Verkäuferin bei Louis Vuitton fragt nach dem Namen meiner Tasche, die aus dem Laden schräg gegenüber ist.

Mein persönliches Markenzeichen ist ganz einfach meine Länge. Komme ich in einen Raum mit Leuten, bin ich meist die größte Frau. Wenn ich sitze, fällt das nicht auf, weil nur meine Beine so lang sind.

Hat sich dein Stil, seit du über 40 bist verändert?
Mein Stil nicht, nur meine Einkaufsgewohnheiten. Seit ich über 40 bin, sage ich, dass ich “Lederalter” bin. Und damit meine ich nicht meine Haut ;-). Trug ich früher nur Taschen aus erdölbeschichteter Leinwand (die Marke habe ich oben schon genannt) – gerne auch die bunten und limitierten Editionen – so wechselte später ins Lederfach. Auch gern noch farbig, aber klassischer und zeitloser und ich muss nicht mehr jede IT-Bag kaufen. Ich habe von allen angesagten Marken Taschen im Schrank und fühle mich damit ausreichend versorgt.

So geht es mir auch mit Kleidung. Ich habe meine Lieblingsstücke in hochwertiger Qualität und kaufe nur noch ab und zu Ergänzungen. Als Blogger wurden mir  Kooperationen mit meist sehr günstigen Bekleidungsmarken angeboten. Ich habe das anfangs freudig mitgemacht, habe mich jetzt aber total rausgezogen. Momentan werden die sozialen Medien mit Billig-Fähnchen regelrecht geflutet, darauf habe ich keine Lust. Es klingt verführerisch, jede Woche ein Paket mit Klamotten zu bekommen, die wirklich zu 100% gerade den angesagten Trends entsprechen. Aber das bin nicht ich – das ist nicht meine Welt. Ich kaufe seltener, überlegt und hochwertig.

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Glaubst du an Moderegeln und was bedeuten sie für dich?
Ich hasse Moderegeln. Wenn ü50 Bloggerinnen welche veröffentlichen, muss ich mich immer zwingen, auf den Fingern sitzen zu bleiben, damit ich nicht böse Kommentare schreibe, die keiner auf seinem Blog stehen haben will.

Wenn korpulente Frauen im Sommer mit engen, wild gemusterten Leggings und freiem Hüftspeck über den Ku’damm laufen, dann sollen sie das gerne tun. Mir gefällt das nicht, es inspiriert mich nicht, aber ich rege mich auch nicht darüber auf. Bei mir kann jeder tragen, was er will, Hauptsache, er fühlt sich wohl. Und so mache ich das auch. Ich trage pinke Schuhe, wenn ich will und Taschen auf denen die Kirschblüten lachende Gesichter haben. So what! Robbie Williams hat einen Spruch als Halskrause tätowiert, den ich auch ziemlich oft zitiere, denn das ist auch mein Credo “Chacun à son goût!”

Warst du schon immer modebegeistert?
Nein, das ist erst passiert, als ich mein eigenes Geld hatte. Ich hatte schon immer ein modisches Vorbild, aber eine sehr strenge Mutter. Die entschied, was ich anziehe. Zur Tanzschule, zur Jugendweihe, zum Abschlussball. Dann zog ich aus und kaufte mir, was ich wollte. Ein paar Halbstiefel von Salamander für 250 DDR Mark im Exquisit in den Berliner Rathauspassagen. Das war sehr viel Geld; quasi mein “Monatsverdienst” damals. Eben exakt die Höhe meines Stipendiums. Heute wären 250 Piepen, egal welcher Währung, nix.

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Im Jahr 1986 jedoch – und in Relation zu den anderen Aushaben – war es ein wahnsinniger Preis. Ich zahlte monatlich 10 Mark Miete im Studentenwohnheim, 20 Pfennig für einen Brief oder eine S-Bahnfahrt, 50 Pfennig für ein Brot oder ein kleines Bier, 60 Mark Krankenkassenbeitrag (den bei Studenten der Staat übernahm) und die Anti-Baby Pille war auch gratis. Also begann ich, den Rest für Mode auszugeben. Meist sparte ich auf ein bestimmtes neues teures Stück. Mit Taschen war es in der DDR eher mau. Den Virus fing ich mir erst nach dem Mauerfall ein.

Warum ist es für dich wichtig wie du aussiehst?
Weil ich mich wohl fühlen möchte in meiner Haut. Wenn ich morgens zum See laufe, in Paris bei der Fashion Week sitze oder in Moskau bei einer Pressekonferenz eingeladen bin. Ich kleide mich dem Anlass entsprechend und nach meinem eigenen Ermessen so, dass ich mich wohlfühle. Ich verkleide mich nicht, ich zwänge mich nicht in ein Karriere Kostüm – ich bin entspannt.

Folgst du Trends? Und wenn, welcher ist für dich gerade angesagt?
Ich finde den Karo-Trend gerade mega angesagt. Das ging schon im letzten Jahr los, da ich habe ihn für mich auch mal im Blog umgesetzt.

Jetzt stand ich schon mehrfach vor tollen karierten Mänteln, aber dann siegte immer die Vernunft. Ich habe eine Vielzahl bunter Tücher, das ist genug Muster für meine Garderobe. Bei mir bleibt es weiter meistens uni, maximal streifig. Aber wenn ich jetzt darüber nachdenke, habe ich auch ein paar Tücher mit Karos. Die sollte ich einfach mal hervorholen.

Bei Burberry gibt es einen sehr schönen riesengroßen Schal aus dünnem, gewebten Kaschmir – für den wäre jetzt die richtige Zeit. Ich habe ihn nicht, aber es ist ja bald Weihnachten

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Hast du einen Mode- und Styling-Tipp für die Frau über 40?
Keinen speziellen. Frauen sind so verschieden.  Ihr Geschmack, ihre  Figur, ihre Materialvorlieben. Manche wollen auffallen, andere gehen lieber in der Masse unter. Ich schrieb ja oben, dass es mir egal ist, wie sich jeder kleidet, mir muss es ja nicht gefallen und ich muss nicht so herumlaufen. Aber wenn mich jemand nach einem Tipp fragt, dann sage ich: “Betone, was Du an Dir magst, kaschiere die Stellen, die Du als Schwachpunkte empfindest und trage möglichst nicht mehr als 3 Farben gleichzeitig.”

Was für Pläne hast du für deinen Blog und wie siehst du die Entwicklung in den nächsten Jahren?
Als sich in der Sparte der Ü40 Blogger einige Damen in die Blogselbstständigkeit wagten, hatte ich gerade mein Jahr ohne Arbeit und Zeit für den Blog, für Reisen und Träume.

Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich von meinem Blog leben will. Ihn ganz und gar zu meiner Geldbeschaffungsmaßnahme zu entwickeln. Ich habe mich dagegen entschieden. Zwar nehme ich Kooperationen an, aber ich MUSS das nicht tun. Ich habe eine angestellte Tätigkeit, mit der ich mein Taschengeld verdiene.

Gibt es wirklich eine Ü40 / Ü50 Bloggerin, die von ihrem Blog leben muss? Die meisten haben doch einen männlichen Background, der die Familie ernährt und Haus und Auto unterhält. Ich habe beschlossen, dass ich nicht für Saftkuren, Kiefernmöbel, Klobrillen, Kredite oder Strompakete werben möchte.

Ich bleibe bei dem, was ich kann: Geschichten aus meinem Leben unterhaltsam zu erzählen.

Bärbel

Ü50 – uefuffzich.de

Danke liebe Bärbel, dass du dir die Zeit für meine Interviewfragen genommen hast. Im Mai stellte ich euch Greetje im Interview vor.

 

17 Kommentare

  1. Januar 6, 2019 / 8:03 am

    Guten Morgen, liebe Cla!

    Ich habe mich sehr über Deine Einladung gefreut und Deine Fragen gerne beantwortet.
    Vielen Dank, dass Du mich dabeihaben wolltest.

    Vielleicht hätte ich nochmal der den Text gucken sollen, denn Weihnachten ist nun vorbei und den karierten Schal habe ich nicht bekommen. Aber egal: Dann habe ich eben schon einen Wunsch für den nächsten Winter 😉

    Erstmal kann ich noch ein paar Tage den Frühling in Israel genießen und so sende Dir und allen, die heute hier vorbeikommen liebe Urlaubsgrüße aus Tel-Aviv!
    Bärbel

  2. Januar 6, 2019 / 9:15 am

    Guten Morgen,
    virtuell kenne ich Bärbel schon lange. In Berlin sind wir sozusagen immer aneinander vorbei gefahren. War ich da, war sie gerade unterwegs 🙂
    Ein interessantes Interview und viele ehrliche Antwort. Wie immer bei Bärbel.
    Liebe Grüße
    Andrea

  3. Januar 6, 2019 / 9:28 am

    Very nice to read! I have said it before, we, over 50 women, are the It girls of 2019!

  4. Januar 6, 2019 / 10:22 am

    Danke euch, an die merkwürdigen Preise zu DDR-Zeiten erinnere ich mich auch. 5 Pfennig für ein Brötchen und 50 Markt für ein T-Shirt (für das man vorher ewig vor der Jugendmode angestanden hat).
    Viele Grüße
    Ilka

  5. Januar 6, 2019 / 11:56 am

    Schön, über Bärbel bei Dir im Blog zu lesen liebe Cla. Ich kenne Bärbel persönlich und mag sie wirklich gern.

    Liebe Grüße Sabine

  6. Tina von Tinaspinkfriday
    Januar 6, 2019 / 12:11 pm

    Schön von Bärbel mehr zu lesen.
    Liebe Grüße zu Cla und nach Tel Aviv zu Bärbel.
    Tina

  7. EvelinWakri
    Januar 6, 2019 / 6:09 pm

    Ein sympathisches, offenes und interessantes Interview von und über Bärbel, einer fantastischen Frau und Bloggerin! Danke Euch beiden und ganz liebe Grüße EvelinWakri

  8. Lingen
    Januar 6, 2019 / 7:44 pm

    Tolles Interview Cla,ich werde Bärbel jetzt mal folgen,ich kannte sie tatsächlich noch gar nicht.Das wird sich ja jetzt ändern
    Liebste Grüße an beide Damen
    Iris

    • Januar 6, 2019 / 8:49 pm

      Liebe Iris,
      ich freue mich sehr, dass dieses Interview Dein Interesse an meinem Blog geweckt hat.

      Also herzlich willkommen bei uefuffzich.de
      Viele Grüße
      Bärbel

  9. Christin Schröder
    Januar 6, 2019 / 8:14 pm

    Hallo Cla,

    ich habe Deinen Blog, wie immer heute morgen schon gelesen, der Inhalt, also das Interview ging mir aber nicht „aus dem Kopf“, allerdings sehr negativ.

    Denn wenn dort eine Aussage steht, wie: „Heute wären 250 Piepen, egal welcher Währung, nix.“, dann werde ich echt sauer. Harz IV EmpfängerInnen müssen davon, mehr oder weniger, einen ganzen Monat leben und das ist nur ein Beispiel unter vielen.

    Es folgt dann:“Ich habe eine angestellte Tätigkeit, mit der ich mein Taschengeld verdiene.“ Wie hoch ist denn wohl ein T a s c h e n g e l d, von dem frau leben kann? Aber die Antwort ist wohl: „Gibt es wirklich eine Ü40 / Ü50 Bloggerin, die von ihrem Blog leben muss? Die meisten haben doch einen männlichen Background, der die Familie ernährt und Haus und Auto unterhält.“

    Puh, wo und wann leben wir denn? Es ist unglaublich!

    Ich lese Deinen Blog schon sehr lange und sehr gern und mir ist natürlich klar, dass Du nur die Meinung einer anderen Bloggerin weitergibst, doch ich hoffe, dass es auch andere Leserinnen unangenehm berührt, so eine etwas zu lesen.

    Herzliche Grüße

    Christin

    • Januar 6, 2019 / 10:16 pm

      Hallo Christin,
      danke für Deinen ausführlichen Kommentar, in dem Du einige meiner Aussagen kritisch hinterfragst.

      Natürlich hast Du völlig recht, der Blog von Cla ist heute nur die Plattform für meine ganz eigene persönliche Meinung. Und es ist mir durchaus bewusst, dass diese polarisieren kann.

      Zum Beispiel steht das Wort TASCHENGELD für mich wirklich immer im Zusammenhang mit TASCHEN, also richtigen Tussi-Handtaschen. Wenn ich zur Arbeit gehe, sage ich immer: „Ich gehe jetzt mein TASCHEN-Geld verdienen.“ Weil ich es dafür eben auch ausgebe, was die Sache nun bestimmt nicht besser macht.

      Auf Facebook ist mir der Satz mit dem männlichen Ernährer übrigens auch schon um die Ohren geflogen. Ich hätte nicht erwartet, dass der falsch verstanden wird. Es geht nämlich keinesfalls darum, dass ich diese Rollenverteilung begrüße oder propagiere, sie ist mir nur aufgefallen. Im HIER und HEUTE und MEHRFACH.

      Viele Grüße aus Jerusalem
      Bärbel

    • claudia
      Autor
      Januar 7, 2019 / 2:31 pm

      Liebe Christin,
      schaue dir doch mal bitte meine Antwort dazu beim Kommentar von Karen an. 🙂
      Lieben Gruß Cla

  10. Karen
    Januar 6, 2019 / 9:40 pm

    Liebe Cla,
    Liebe Bärbel,

    ich kann Christin, was den finanziellen Part in dem Intrview angeht nur unterstützen. Ja, Mode ist sehr viel teurer geworden und es ist schön, wenn es sich jemand leisten kann – aber wir dürfen dabei nicht vergessen, dass es viele gibt, die es nicht so gut haben.

    Dazu sollten wir Ü50 uns nicht mehr auf die Männer als Geldverdiener verlassen. Das war wohl die Generation vor uns! Ich bin froh und glücklich, dass ich genug eigenes Geld verdiene, um mich und meinen Mann (sic!) zu versorgen.

    Trotzdem bin ich froh, Bärbel und Ihren Blog über dieses Interview kennengelernt zu haben.

    Herzliche Grüße
    Karen

    • claudia
      Autor
      Januar 7, 2019 / 2:29 pm

      Liebe Karen, liebe Christin,
      ich glaube Bärbel hat sich bei der Aussage über den männlichen Ernährer etwas ungünstig ausgedrückt. Vielleicht versteht eine Bloggerin eher was sie damit sagen wollte.
      Wenn man hauptberuflich blogt und davon auch wirklich leben muss, besteht die Gefahr, Kooperationen einzugehen, die man normalerweise nicht machen würde. Einfach weil man auf das Honorar angewiesen ist. Bei Frauen, die in einer Partnerschaft leben und der Mann auch noch Geld nachhause bringt, sieht das anders aus. Bei mir als alleinlebende, aber anderweitig berufstätige, sieht es ähnlich aus. Auch ich muss mit meinem Blog nicht mein Leben finanzieren und fühle mich kann auch gerne Kooperationsanfragen, die nicht zu mir passen, ablehnen.
      Ich hoffe ich kann mit meiner Erklärung die Gemüter etwas beruhigen.
      Liebe Grüße an euch alle.

  11. Martina Be
    Januar 7, 2019 / 2:12 pm

    Hallo!
    Ich bin auch sehr über diese Zeilen gestolpert!
    Puh, die Ü40/50 Bloggerin hat also den männlichen Background, der für das finanzielle Polster sorgt???

    • claudia
      Autor
      Januar 7, 2019 / 2:31 pm

      Liebe Martina,
      schaue dir doch mal bitte meine Antwort dazu beim Kommentar von Karen an. 🙂
      Lieben Gruß Cla

  12. annette
    Januar 11, 2019 / 11:41 am

    Liebe Cla, liebe Bärbel,
    ich habe kurz überlegt, ob ich Euren Beitrag kommentieren soll – weil mir eine Bemerkung aufgefallen ist, die ich so nicht stehen lassen möchte.
    Liebe Bärbel, als Beispiel für Menschen, die nicht sicher in Geschmacksfragen sind, führst Du die “korpulenten Frauen” mit freiwabbelndem Hüftspeck an. Ja, das ist nicht toll und gefällt mir auch nicht.
    Was mich ärgert( und das richtet sich ausdrücklich nicht persönlich an Dich; ich finde es überall): Es sind immer die dicken Frauen, denen Geschmack, Geschick in Stilfragen usw. abgesprochen wird. Es ist sehr selten, das schlanken Frauen diese Inkompetenz zugeschrieben wird. Als Frau in Größe 46/48 versuche ich, mich nach meinem Geschmack zu kleiden: schöne Farben, gute Schnitte (letzteres ist leider schwierig). Ich habe das große Glück, mit prächtigen Haaren und einer schönen Haut gesegnet zu sein. Das sind die Pfunde, mit denen ich gerne wuchere. Und Shapewear finde ich furchtbar.
    Ich hoffe, liebe Bärbel, liebe Cla, Ihr versteht mich nicht falsch.
    Liebe Grüße, annette

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